Marketing Glossar

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Cashback-Affiliate

Definition: Ein Cashback-Affiliate ist ein Publisher der sein Affiliate-Provisionen-Geschäftsmodell auf Nutzer-Incentivierung aufbaut: er gibt einen Teil der erhaltenen Merchant-Provision als Cashback (Geldvorteil), Punkte oder Rabatt direkt an den Endkunden zurück. Beispiel: Merchant zahlt 10 % Provision → Cashback-Portal gibt 5–8 % davon als Cashback an den Nutzer, behält 2–5 % als eigene Marge. DACH-Plattformen: Shoop.de (Bertelsmann-Gruppe), iGraal.de (französischer Anbieter, europaweit stark). International: Rakuten (vormals Ebates), TopCashback (UK). Attraktivität für Nutzer: kostenloser Geldvorteil ohne zusätzlichen Aufwand; Attraktivität für Merchants: Zugang zu preisbewussten Käufern, hohe Conversion Rate bei Cashback-Nutzern. Kernproblem: Cashback-Nutzer sind häufig ohnehin kaufentschieden – die Provision geht für inkrementellerTraffic verloren («Provision für Bestandskunden die auch ohne Cashback-Portal gekauft hätten»).

Erläuterung

Cashback-Affiliates sind das umstrittenste Segment im Affiliate-Ökosystem. Einerseits generieren sie messbare Umsätze und hohe Conversion Rates. Andererseits können sie den Merchant-ROAS verschlechtern wenn sie primär Bestandskunden bedienen die auch direkt gekauft hätten. Die strategische Frage ist nicht ob Cashback-Affiliates Umsatz bringen – sondern ob dieser Umsatz inkrementell ist.

Geschäftsmodell und Funktionsweise

Inkrementalitätsproblem und Strategische Bewertung

Strategischer Einsatz für Merchants

Praxistipp: Messen Sie den Neukundenanteil Ihrer Cashback-Affiliates bevor Sie entscheiden ob Sie die Zusammenarbeit ausweiten – ein Cashback-Portal mit 15 % Neukundenrate verdient eine niedrigere Provision als eines mit 45 %. Testen Sie zeitlich begrenzte Neukunden-exklusive Cashback-Aktionen: «10 % Cashback bei Shoop – nur für Erstbestellungen» schafft einen klaren Akquisitions-Anreiz ohne dass Sie für Bestandskunden-Transaktionen volles Cashback zahlen.