Marketing Glossar

2.413 Fachbegriffe aus 22 Bereichen des Online Marketings

Pay-per-Sale (PPS)

Definition: Pay-per-Sale (PPS) ist das am weitesten verbreitete Affiliate-Vergütungsmodell bei dem der Publisher eine Provision erhält sobald ein von ihm vermittelter Nutzer einen Kauf erfolgreich abgeschlossen hat. Zwei Varianten: (1) Prozentuale Provision: Prozentsatz des Netto-Bestellwerts (typisch 2–20 % je nach Branche); (2) Flat-Rate: fixer Betrag je Sale unabhängig vom Bestellwert. Provision wird ausgelöst durch: Conversion-Pixel-Event oder S2S-Postback nach bestätigtem Kauf; Provision geht an Publisher mit aktivem Affiliate-Cookie (Last-Click-Standard). Validierungsperiode: Provision gilt als «confirmed» erst nach Ablauf der Rückgabefrist des Merchants (typisch 30–90 Tage); innerhalb dieser Zeit kann Merchant Provision stornieren bei Retoure, Stornierung oder Betrugsfall. PPS ist für Merchants das risikoärmste Modell: Provision fällt nur bei tatsächlichem Umsatz an.

Erläuterung

PPS ist das Herzstück des klassischen E-Commerce-Affiliate-Marketings: Merchant zahlt nur bei Erfolg, Publisher trägt das Risiko für Traffic-Qualität und Conversion. Die prozentuale PPS-Provision hat den Vorteil dass Publisher automatisch an höherwertigen Warenkörben stärker beteiligt sind – ein natürlicher Anreiz zur Qualitäts-Steigerung.

Provisionsmodelle und Branchenbenchmarks

Storno-Abzüge und Netto-EPC

Provisionsverhandlung und Performance-Boni

Praxistipp: Bewerten Sie PPS-Programme immer auf Basis des Netto-EPC nach Storni – nicht der nominalen Provision. In Mode-Nischen mit 35 % Retourenquote haben Programme mit «8 % Provision» de facto nur 5,2 % realen Verdienst pro bestätigtem Euro Umsatz. Berechnen Sie nach 90 Tagen Laufzeit Ihren eigenen Netto-EPC und vergleichen Sie ihn mit dem Netzwerk-EPC: liegt Ihr Netto-EPC über dem Netzwerk-Durchschnitt, arbeiten Sie mit überdurchschnittlichem Traffic oder überdurchschnittlich gutem Deeplink-Einsatz – das ist Ihre Grundlage für eine Provisions-Verhandlung nach oben.