Marketing Glossar

2.413 Fachbegriffe aus 22 Bereichen des Online Marketings

Bildmarke

Definition: Eine Bildmarke ist ein rein grafisches Logo-Element – ein Symbol, Icon oder abstrakte Form – das ohne begleitenden Markennamen oder Schriftzug eine Marke repräsentiert und identifiziert. Sie ist die reinste und abstrakteste Form visueller Markenidentität. Abgrenzung: Wortmarke = ausschließlich Markenname in spezifischer Typografie (Google, Sony); Bildmarke = ausschließlich grafisches Symbol (Nike Swoosh, Apple-Apfel); Kombinationsmarke = Wortmarke + Bildmarke zusammen (häufigste Form). Ikonische Bildmarken-Beispiele: Nike Swoosh (1971, Carolyn Davidson, damals $35); Apple-Apfel (Rob Janoff, 1977 – Bissspur für Skalierung und Wiedererkennbarkeit); Twitter-Vogel (Larry the Bird); Mercedes-Stern; Volkswagen-VW; Shell-Muschel. Rechtliche Dimension: Bildmarken können als Marke beim DPMA (Deutsches Patent- und Markenamt) oder EUIPO (EU Intellectual Property Office) eingetragen werden; Schutzvoraussetzung: Unterscheidungskraft (Abstraktion erhöht Schutzfähigkeit).

Erläuterung

Bildmarken sind das Endziel erfolgreichen visuellen Brandings: wenn ein Symbol allein – ohne Namen – die Marke kommuniziert, hat die Marke ein Maximum an Wiedererkennung und visuellem Kapital aufgebaut. Dieser Status erfordert jedoch jahrelange konsistente Markenkommunikation.

Entwicklungsprozess und Gestaltungsprinzipien

Einsatzkontexte und digitale Bedeutung

Rechtlicher Schutz

Praxistipp: Setzen Sie Ihre Bildmarke erst alleinstehend ein wenn Sie durch Marktforschung bestätigt haben dass ≥ 60 % Ihrer Zielgruppe das Symbol ohne Namenshinweis Ihrer Marke zuordnen können. Bis dahin: immer in Kombination mit dem Markennamen. Beginnen Sie den isolierten Bildmarken-Einsatz zunächst bei digitalen Mikroformaten (Favicon, App-Icon, Social-Media-Profilbild) wo kein Platz für den Namen ist – das sind die natürlichen ersten Einsatzfelder für alleinstehende Bildmarken ohne Verwirrungsrisiko.