Marketing Glossar

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Brand Naming

Definition: Brand Naming bezeichnet den systematischen strategischen Prozess der Entwicklung und Auswahl eines Markennamens für ein neues Produkt, eine Dienstleistung oder ein Unternehmen. Es ist eine Disziplin die linguistische, psychologische, strategische und rechtliche Aspekte vereint. Ein guter Markenname ist einprägsam, aussprechbar, unterscheidungskräftig, schutzfähig und strategisch passend zur Markenpositionierung. Naming-Typen: Deskriptive Namen (beschreiben was die Marke tut: YouTube, Booking.com) – leicht zu verstehen aber schwer zu schützen; Erfundene Namen (Neologismen ohne Bedeutung: Kodak, Xerox, Häagen-Dazs) – maximal schutzfähig aber erfordern mehr Kommunikationsaufwand; Metaphorische Namen (beziehen sich auf etwas anderes: Amazon, Apple, Virgin) – stark in Assoziationsübertragung; Patronyme (Gründernamen: Ford, Porsche, Dell) – authentisch aber schlecht skalierbar international; Akronyme (IBM, H&M, BMW) – effizient aber ohne intrinsische Bedeutung.

Erläuterung

Der Markenname ist das am häufigsten genannte und erinnerte Markenelement – er erscheint auf jedem Touchpoint und wird in jeder Empfehlung verwendet. Ein schlecht gewählter Name ist fast unmöglich zu korrigieren ohne massive Investitionen. Professionelles Brand Naming ist damit eine der wichtigsten Vorabinvestitionen in den Markenerfolg.

Naming-Typen und strategische Wahl

Der professionelle Naming-Prozess

Häufige Fehler und internationale Aspekte

Praxistipp: Starten Sie den Naming-Prozess mit einem klaren strategischen Brief (Positionierung, Zielgruppe, Ausschlusskriterien) bevor Sie den ersten Namen generieren – ohne dieses Fundament werden hunderte Vorschläge keine hilfreiche Entscheidungsgrundlage haben. Führen Sie die Markenrechtsrecherche (DPMA/EUIPO) und Domain-Prüfung vor dem finalen Commitment durch – nicht danach. Testen Sie die Top-3-Kandidaten mit 50–100 Personen Ihrer Zielgruppe auf Einprägsamkeit und Assoziationen bevor Sie sich entscheiden. Für wichtige Marken: investieren Sie in eine spezialisierte Naming-Agentur und einen Markenrechtsanwalt – die Kosten sind minimal verglichen mit einem späteren Rebranding.