Marketing Glossar

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Markenimage (Brand Image)

Definition: Das Markenimage (Brand Image) ist das Fremdbild einer Marke – die Gesamtheit aller Vorstellungen, Assoziationen, Einstellungen und Gefühle die Konsumenten und andere Stakeholder mit einer Marke verbinden. Im Gegensatz zur Markenidentität (intern definiert) entsteht das Markenimage in den Köpfen der Zielgruppe als Ergebnis aller direkten und indirekten Markenerlebnisse. Drei Image-Komponenten nach klassischer Einstellungspsychologie: Kognitiv (sachlich-informativ): Wissen über die Marke, wahrgenommene Qualität, Produkteigenschaften; Affektiv (emotional): Gefühle gegenüber der Marke, emotionale Assoziationen; Konativ (verhaltensbezogen): Verhaltensabsichten und -dispositionen gegenüber der Marke (Kaufabsicht, Weiterempfehlungsbereitschaft). Image entsteht durch kontrollierbare Faktoren (eigene Kommunikation, Produkterlebnisse) und unkontrollierbare Faktoren (Medienberichterstattung, Mundpropaganda, Social Media, Kritikerrezensionen). «Brand Image Gap»: Abstand zwischen gewünschtem Markenimage (= Markenidentität) und tatsächlich wahrgenommenem Image.

Erläuterung

Markenimage ist nicht das was eine Marke sagt, sondern was ihre Zielgruppen denken und fühlen. Dieser Unterschied ist entscheidend: das Image einer Marke kann sich erheblich von der geplanten Identität unterscheiden und ist oft resistenter gegenüber Veränderungen als Unternehmen annehmen. Volkswagen hatte 50 Jahre an einem vertrauenswürdigen Qualitätsimage gearbeitet – der Dieselskandal 2015 zerstörte in Wochen was Jahrzehnte aufgebaut hatte.

Image-Einflussfaktoren und -quellen

Markenimage messen

Image-Shift: Markenimage gezielt verändern

Praxistipp: Führen Sie mindestens einmal jährlich eine standardisierte Markenimage-Befragung durch und vergleichen Sie das Ergebnis mit Ihrer definierten Markenidentität – die Lücke zeigt den strategischen Handlungsbedarf. Ergänzen Sie die Befragung durch kontinuierliches Social-Listening-Monitoring das Image-Veränderungen frühzeitig signalisiert. Wenn Sie Image-Shifts anstreben: beginnen Sie mit der Substanz (Produkt, Service, Verhalten) und kommunizieren Sie erst dann die Veränderung – umgekehrte Reihenfolge ist Greenwashing und verstärkt das Misstrauen.