Marketing Glossar

2.413 Fachbegriffe aus 22 Bereichen des Online Marketings

Markenpositionierung

Definition: Markenpositionierung bezeichnet den bewussten strategischen Prozess der Festlegung welchen klar definierten Platz eine Marke im mentalen Wahrnehmungsraum der Zielgruppe gegenüber Wettbewerbern einnehmen soll – welche einzigartigen Eigenschaften, Werte und Nutzenversprechen die Marke in den Köpfen der Zielpersonen beanspruchen will. Sie basiert auf dem strategischen Dreieck aus Zielgruppe (wen wollen wir ansprechen?), Wettbewerb (wie unterscheiden wir uns?) und eigenen Stärken (was können wir glaubwürdig besetzen?). Klassisches Positionierungsstatement-Format: «Für [Zielgruppe] ist [Marke] die [Kategorie] die [Nutzenversprechen] bietet, weil [Begründung/Reason to believe].» POD/POP-Framework (Kevin Lane Keller): Points of Difference (POD) = einzigartige Merkmale die nur diese Marke hat; Points of Parity (POP) = Mindestanforderungen der Kategorie die erfüllt werden müssen. Positionierung existiert im Kopf des Konsumenten – nicht in der Unternehmens-PowerPoint. Al Ries/Jack Trout («Positioning: The Battle for Your Mind», 1981): «Positioning is not what you do to a product, it's what you do to the mind of the prospect.»

Erläuterung

Markenpositionierung ist die strategische Leitentscheidung die alle Markenführungsmaßnahmen orientiert – Kommunikation, Produktentwicklung, Pricing, Distribution. Eine klare Positionierung macht die Marke für die Zielgruppe einprägsam, relevant und unterscheidbar. Das häufigste Problem: zu breite, nichtssagende Positionierungen die niemanden wirklich ansprechen und die Marke im Wettbewerb unsichtbar machen.

Positionierungskonzepte und Frameworks

Positionierungs-Klassiker und Lernfälle

Häufige Positionierungsfehler

Praxistipp: Formulieren Sie ein präzises Positionierungsstatement nach dem klassischen Format und testen Sie es mit echten Zielgruppenmitgliedern auf eine Frage: «Macht Sie diese Aussage wahrscheinlicher die Marke zu wählen?» Ein häufiger Fehler ist eine Positionierung die intern gut klingt aber für die Zielgruppe nicht relevant oder differenzierend ist. Erstellen Sie eine Perceptual Map mit Ihren 3–5 wichtigsten Wettbewerbern auf den zwei Achsen die in Ihrer Kategorie am kaufentscheidendsten sind – und prüfen Sie ob Ihre aktuelle Positionierung sich eindeutig von den Wettbewerbern abhebt oder im Cluster verloren geht.