Marketing Glossar

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Markenschutz

Definition: Markenschutz bezeichnet die Gesamtheit aller rechtlichen Maßnahmen und Instrumente mit denen ein Unternehmen seine Markenrechte sichert, verteidigt und gegen unberechtigte Nutzung durch Dritte vorgeht. In den meisten Ländern entsteht formaler Markenschutz durch die Registrierung beim zuständigen Markenamt – ohne Registrierung ist der Schutz erheblich eingeschränkt. Wichtige Markenämter: DPMA (Deutsches Patent- und Markenamt) für nationalen Schutz; EUIPO (Amt der Europäischen Union für Geistiges Eigentum) für EU-weiten Schutz; USPTO (United States Patent and Trademark Office) für USA; WIPO Madrid-System für bis zu 130 Länder über eine Anmeldung. Schutzfähige Zeichen: Wortmarken (Namen, Slogans), Bildmarken (Logos, Icons), Kombinationsmarken, Farbmarken (Telekom-Magenta), Hörmarken (Jingles), 3D-Marken (Produktformen). Schutzdauer: 10 Jahre, unbegrenzt verlängerbar. Besondere Gefährdungslagen: Markensquatting (Dritte melden Marken in Zielmärkten an bevor der rechtmäßige Inhaber es tut), Domain-Squatting, Keyword-Advertising-Konflikte, Look-alike-Produkte.

Erläuterung

Markenschutz ist eine der am häufigsten vernachlässigten und im Nachhinein teuersten Versäumnisse im Markenmanagement. Unternehmen investieren Tausende Euro in Logodesign und Kommunikation bevor sie den Markenschutz sichern – obwohl die Anmeldekosten vergleichsweise minimal sind. Der Grundsatz: Marke anmelden bevor öffentlich kommuniziert wird, nicht danach.

Markenverletzungen und Durchsetzungsinstrumente

Markensquatting und digitale Gefährdungslagen

Proaktive Markenschutz-Strategie

Praxistipp: Melden Sie Ihren Markennamen und Ihr Logo beim DPMA oder EUIPO an bevor Sie öffentlich kommunizieren – das Prioritätsprinzip bedeutet dass der erste Anmelder Recht hat, nicht wer die Marke zuerst genutzt hat. Für internationale Expansionen: WIPO Madrid-System nutzen für die Kernmärkte und China gesondert und sehr früh anmelden da Markensquatting in China extrem verbreitet ist. Richten Sie einen Watch-Service für Ihre wichtigsten Marken ein und halten Sie die 3-monatige Widerspruchsfrist gegen problematische Neuanmeldungen konsequent ein – ein verpasster Widerspruch ist teuer und manchmal nicht mehr heilbar.