Marketing Glossar

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SWOT-Analyse (Strategie)

Definition: Die SWOT-Analyse ist ein strategisches Framework das Stärken (Strengths), Schwächen (Weaknesses), Chancen (Opportunities) und Risiken (Threats) eines Unternehmens, einer Marke oder eines Projekts systematisch bewertet. Vier Quadranten: Stärken (intern, positiv): Was können wir besser als andere? Welche einzigartigen Ressourcen haben wir?; Schwächen (intern, negativ): Was machen Wettbewerber besser? Welche Ressourcen fehlen uns?; Chancen (extern, positiv): Welche Markttrends können wir nutzen? Welche Wettbewerbslücken existieren?; Risiken (extern, negativ): Welche Wettbewerber oder Trends bedrohen uns? Ursprung: Entwickelt in den 1960ern am Stanford Research Institute (Albert Humphrey) und Harvard Business School; «SWOT» als Akronym wurde populär durch Lehrbücher der 1970er; heute meistgenutztes Strategie-Framework weltweit. TOWS-Matrix (Heinz Weihrich, 1982): weiterführendes Framework das SWOT-Faktoren zu vier Strategieoptionen kombiniert: SO (Stärken nutzen um Chancen zu ergreifen), ST (Stärken nutzen um Risiken abzuwehren), WO (Schwächen durch Chancen überwinden), WT (Schwächen reduzieren um Risiken zu minimieren).

Erläuterung

Die SWOT-Analyse ist das meistgelehrte Strategie-Framework in Business Schools weltweit – und gleichzeitig das am häufigsten fehlerhaft angewendete. Der Managementtheoretiker Henry Mintzberg kritisierte die SWOT als «Wahrnehmungs-Analyse» statt echter Strategiearbeit: Teams neigen dazu, offensichtliche Stärken zu listen und unangenehme Schwächen wegzulassen. Die Stanford-Forschungsgruppe betonte ursprünglich den Prozess: SWOT-Analysen müssen auf echten Daten basieren (Marktforschung, Kundenfeedback, Wettbewerbs-Benchmarks) und sollten von externen Perspektiven ergänzt werden um Bestätigungsfehler zu vermeiden.

SWOT-Quadranten und Qualitätskriterien

TOWS-Matrix: Von der Analyse zur Strategie

SWOT für Marken: spezifische Anwendung

Praxistipp: Führen Sie SWOT-Analysen nicht allein im Marketingteam durch – laden Sie Vertreter aus Vertrieb, Produktentwicklung und Kundenservice ein um blinde Flecken zu vermeiden. Validieren Sie jede Stärke mit einer Kundenbefragung («Was schätzen Sie an uns?») und jede Schwäche mit Kundenbeschwerden und Bewertungsplattformen. Überführen Sie SWOT-Ergebnisse immer in die TOWS-Matrix um konkrete SO/ST/WO/WT-Strategien abzuleiten – eine SWOT ohne Strategieableitung ist wertlos.