Marketing Glossar

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CPC (Display)

Definition: CPC steht für Cost per Click (Kosten pro Klick) und gibt im Display Advertising an, wie viel ein Werbetreibender durchschnittlich für jeden Klick auf seine Displayanzeige zahlt. Die Berechnungsformel lautet: CPC = Gesamtwerbeausgaben / Anzahl der Klicks. Im Unterschied zu Suchmaschinenwerbung (SEA), bei der CPC das dominante Abrechnungsmodell ist, wird Display Advertising überwiegend nach CPM (Cost per Mille, also Tausend-Kontakt-Preis) abgerechnet. Der CPC ist im Display-Kontext daher primär eine abgeleitete Kennzahl, die aus CPM-Buchungen errechnet wird, um die Effizienz einer Kampagne beim Klick-Erzeugen zu messen. Dennoch gibt es auch im Display Advertising CPC-basierte Einkaufsmodelle, bei denen der Werbetreibende ausschließlich für tatsächlich erzeugte Klicks zahlt – unabhängig davon, wie viele Impressionen dafür nötig waren. Der durchschnittliche Display-CPC liegt je nach Branche, Zielgruppe und Inventarqualität zwischen 0,05 und 1,50 Euro, wobei Retargeting-Kampagnen tendenziell höhere CPCs aufweisen als Prospecting-Kampagnen.

Erläuterung

Zwischen dem CPC im Suchmaschinenmarketing und dem CPC im Display Advertising bestehen grundlegende Unterschiede in der Nutzungsabsicht und damit auch in der Conversion-Qualität des generierten Traffics. Suchanzeigen werden ausgespielt, wenn ein Nutzer aktiv nach einem Begriff sucht – die Klick-Absicht ist hoch, der Klick signalisiert echtes Interesse. Display-Anzeigen hingegen werden einem Nutzer während des Browsens präsentiert, der gerade mit anderem Inhalt beschäftigt ist. Klicks auf Display-Anzeigen sind daher oft weniger intentional und erzeugen in der Regel niedrigere Conversion Rates pro Klick als Suchklicks.

Ein weiteres Display-spezifisches Problem ist das Phänomen der Accidental Clicks (versehentliche Klicks), insbesondere auf mobilen Geräten. Nutzer klicken auf Banner, die neben Navigations- oder Schließ-Elementen platziert sind, ohne dies zu beabsichtigen. Diese Zufallsklicks treiben den Klickzähler hoch, erzeugen aber keinerlei Conversion-Potenzial. DSPs und Werbenetzwerke filtern einen Teil dieser Klicks heraus, doch vollständig verhindert werden können sie nicht. Für die CPC-Bewertung im Display-Kontext ist es daher sinnvoll, auch die Bounce Rate und die durchschnittliche Verweildauer der durch Klicks gewonnenen Besucher zu analysieren.

Der eCPC (effective Cost per Click) ist eine verwandte Kennzahl, die bei CPM-Einkauf errechnet wird: eCPC = CPM / (CTR × 10). Er erlaubt den Vergleich von CPM-basierten Kampagnen mit CPC-basierten Buchungen. Wenn eine CPM-Kampagne bei einem CPM von 2,00 Euro und einer CTR von 0,1 Prozent einen eCPC von 2,00 Euro ergibt, wäre ein direkt eingekauftes CPC-Modell deutlich teurer – umgekehrt kann eine günstige CPM-Buchung bei schlechter CTR einen sehr hohen impliziten CPC erzeugen.

CPC als Abrechnungsmodell vs. CPC als KPI

Einflussfaktoren auf den Display-CPC

Praxistipp: Optimieren Sie Display-Kampagnen nicht blind auf niedrige CPCs, da sehr günstige Klicks oft von minderwertigem Inventar oder Accidental Clicks stammen. Bewerten Sie Display-Traffic stets anhand nachgelagerter Metriken: Verweildauer, Seitenaufrufe pro Sitzung, Conversion Rate und letztlich CPA. Ein höherer CPC aus einer präzisen Retargeting-Kampagne ist in der Regel wertvoller als ein sehr niedriger CPC aus einer breit gestreuten Open-Exchange-Buchung ohne Qualitätsfilter.