Marketing Glossar

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Payment Service Provider (PSP)

Definition: Ein Payment Service Provider (PSP) ist ein Dienstleister, der Händlern die vollständige technische und kaufmännische Infrastruktur für die Annahme und Abwicklung von Online-Zahlungen bereitstellt. Er bündelt Gateway, Acquiring-Verbindung, Risiko- und Betrugsprävention, Auszahlungsmanagement (Settlement) und oft auch lokale Zahlungsmethoden in einer einzigen Schnittstelle und Vertragsbeziehung. Über einen einzigen PSP kann ein Händler typischerweise Kreditkarten, SEPA, PayPal, Buy-Now-Pay-Later und regionale Methoden akzeptieren.

Erläuterung

Ohne PSP müsste ein Händler separate Verträge mit jeder Acquiring-Bank, jedem Kartennetzwerk und jedem alternativen Zahlungsanbieter schliessen – technisch und kaufmännisch extrem aufwändig. Der PSP übernimmt diese Komplexität und bietet eine standardisierte API. Für die meisten E-Commerce-Händler ist die PSP-Auswahl eine der wichtigsten technischen Entscheidungen: Sie beeinflusst Checkout-Conversion, internationale Expansion, Betrugsprävention und laufende Transaktionskosten.

Rollen im Zahlungsökosystem

Führende PSPs im Vergleich

Gebührenmodelle verstehen

PSP-Auswahlkriterien

Praxistipp: Für die meisten E-Commerce-Shops unter 5 Mio. € Jahresumsatz ist Stripe oder Mollie die richtige Wahl: gute API, transparente Preise, alle relevanten Methoden. Vergleichen Sie PSPs nicht nur nach der Transaktionsgebühr – berechnen Sie den Gesamtpreis inkl. Chargeback-Gebühren, Währungskonversions-Fees und Monthly Fees für Ihr typisches Transaktionsvolumen und -mix. Ab ca. 1 Mio. € monatlichem Volumen lohnt sich ein Vergleichsgespräch mit Adyen für Interchange++-Pricing – die Einsparung kann 0,3–0,8 % der Transaktionsgebühr betragen, was bei diesem Volumen erheblich ist.