Marketing Glossar

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PayPal

Definition: PayPal ist ein 1998 gegründeter Online-Zahlungsdienstleister mit über 400 Millionen aktiven Nutzerkonten weltweit. Im deutschsprachigen E-Commerce ist PayPal die meistgenutzte und meisterwartete Zahlungsmethode: Nutzer zahlen mit gespeicherten Kreditkarten- oder Bankdaten ohne erneute Dateneingabe – oft mit zwei Klicks. Der integrierte Käuferschutz stärkt das Vertrauen beim Kauf bei unbekannten Händlern. PayPal ist gleichzeitig Zahlungsmethode, PSP-Infrastruktur und über PayPal Pay Later auch BNPL-Anbieter.

Erläuterung

Für viele deutsche Online-Käufer ist PayPal die Standard-Erwartung – nicht anzubieten kostet messbar Conversion. Studien zeigen, dass 10–20 % der Käufer den Checkout abbrechen, wenn PayPal fehlt. Gleichzeitig ist PayPal für Händler teurer als Kreditkartenzahlungen via PSP, und Chargebacks über den Käuferschutz können aufwändig sein. Die Entscheidung lautet nicht «PayPal ja oder nein», sondern «wie integriere ich PayPal so, dass Conversion und Kosten im Gleichgewicht sind».

PayPal-Produkte für Händler

Gebührenstruktur

Käuferschutz und Chargebacks

Strategische Einordnung

Praxistipp: Aktivieren Sie PayPal Express Checkout-Buttons direkt auf der Produktseite und Warenkorbseite – dieser «Sofort kaufen»-Button ist besonders wirksam bei impulsaffinen Produkten (unter 100 €) und erhöht die Conversion messbar. Laden Sie für jede PayPal-Transaktion die Tracking-Nummer hoch, sobald sie verfügbar ist: Das aktiviert den Verkäuferschutz und gewinnt die meisten «Nicht erhalten»-Streitfälle automatisch. Kalkulieren Sie die echten PayPal-Kosten für Ihren Umsatzmix – bei 3 % Retourenquote und Fremdwährungsanteilen kann der effektive Satz 0,5–1 % über dem Nennpreis liegen.