Marketing Glossar

2.413 Fachbegriffe aus 22 Bereichen des Online Marketings

Rechnungskauf

Definition: Rechnungskauf (auch «Kauf auf Rechnung» oder «Pay After Delivery») ist eine Zahlungsart im E-Commerce, bei der der Käufer die Ware zuerst erhält und erst nach einer definierten Frist – typisch 14 bis 30 Tage – bezahlt. Er ist in Deutschland und Österreich die meistgewünschte Zahlungsart, da er das Zahlungsrisiko vollständig auf den Käufer zugunsten des Händlers und umgekehrt eliminiert: Kunden müssen nicht in Vorleistung gehen, und können die Ware prüfen bevor sie zahlen. Für Händler birgt er jedoch Zahlungsausfallrisiko und Mahnaufwand – weshalb die meisten Shops das Risiko an spezialisierte Anbieter auslagern.

Erläuterung

Das Misstrauen gegenüber Vorauszahlung ist im deutschen Kulturraum tief verwurzelt. Rechnungskauf ist die direkte Antwort: Der Käufer zahlt erst wenn er die Ware hat und damit das Vertrauen in Händler und Produkt bestätigt hat. Wer Rechnungskauf nicht anbietet, verliert in DACH nachweislich Conversion – Studien zeigen Checkout-Abbruchraten von 15–30 %, wenn die bevorzugte Zahlungsart fehlt.

Funktionsweise im Checkout

Anbieter und PSP-Absicherung

B2B-Rechnungskauf

Risiken und Wirtschaftlichkeit

Praxistipp: Lagern Sie das Ausfallrisiko des Rechnungskaufs an Klarna oder Ratepay aus – die Gebühren (2–3 %) amortisieren sich durch höhere Conversion, grössere Warenkörbe und den entfallenden Mahnprozess. Aktivieren Sie Rechnungskauf zunächst nur für Neukunden mit Bestelllimit (z. B. max. 150 €) und weiten Sie es nach positiver Zahlungshistorie aus. Für B2B-Shops ist Rechnungskauf ohne Alternative – prüfen Sie hier Billie oder Ratepay Business als B2B-BNPL-Spezialisten, die Bonitätsprüfung und Forderungsmanagement für Unternehmenskunden übernehmen.