Marketing Glossar

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Social Commerce

Definition: Social Commerce bezeichnet die Integration von E-Commerce-Funktionen direkt in Social-Media-Plattformen: Nutzer können Produkte entdecken, bewerten und kaufen, ohne die Plattform zu verlassen. Es verbindet die soziale Dimension (Empfehlungen, Influencer-Content, UGC, Community-Interaktion) mit dem direkten Kaufprozess. Bekannte Social-Commerce-Formate sind Instagram Shopping, TikTok Shop, Pinterest Shopping und Live-Commerce-Events. Der entscheidende Unterschied zu klassischem Social Media Marketing: Der Kauf findet direkt auf der Plattform oder mit minimalem Medienbruch statt.

Erläuterung

Social Commerce profitiert von einem psychologischen Vorteil: Nutzer auf Social Media sind in einem entdeckungsorientierten Mindset («Ich scrolle und schaue was es gibt») statt im zielgerichteten Such-Mindset («Ich suche gezielt ein bestimmtes Produkt»). Dieses Entdeckungserlebnis führt zu Impulskäufen – wenn die Kaufreibung gering genug ist. In China ist Social Commerce mit Plattformen wie WeChat, Douyin (TikTok China) und Xiaohongshu (RED) bereits Mainstream. In DACH ist der Kanal noch im Aufbau, wächst aber stark.

Instagram Shopping

TikTok Shop

Pinterest Shopping

Live Commerce

Social Commerce vs. Social Media Marketing

Praxistipp: Starten Sie mit Instagram Shopping als erstem Social-Commerce-Kanal: Produkt-Catalog über Shopify/WooCommerce in Meta Business Manager einbinden, Produkte in organischen Posts und Stories taggen. Messen Sie die Attribution über Meta Pixel (Klicks von Instagram auf Shop-URLs). Für Shops mit visuell starken Produkten und Zielgruppe unter 35 Jahren: Testen Sie TikTok Shop parallel. Erwartungsmanagement: Social Commerce in DACH ist 2025/2026 noch kein Kanal mit verlässlicher Skalierbarkeit wie Google Shopping – behandeln Sie ihn als Experimentier- und Aufbaukanal, nicht als primären Umsatzkanal.