Marketing Glossar

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Fake Followers

Definition: Fake Followers sind künstlich erzeugte oder käuflich erworbene Follower-Accounts, die keine echten, aktiv engagierten Personen repräsentieren und keine genuine Interaktion mit Inhalten erzeugen. Sie entstammen Bot-Farmen, inaktiven Massenaccounts oder organisierten Follower-Tausch-Netzwerken und werden von Influencern eingesetzt, um größere Reichweite vorzutäuschen und Kooperationen zu erhalten, die ihnen sonst verwehrt blieben. Laut einer Studie von HypeAuditor (2023) sind branchenweit durchschnittlich 13–14 % aller Influencer-Follower auf Instagram unecht; bei einzelnen Accounts können es bis zu 70 % sein. Der jährliche Schaden durch Influencer Fraud in Form von Fake Followers wird global auf über 1,3 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Erläuterung

Fake Followers gibt es in verschiedenen Qualitätsstufen, die unterschiedlich schwer zu erkennen sind. Einfachste Formen sind Bot-Accounts ohne Profilbild, ohne Posts und ohne Follower, die massenhaft kaufbar sind – Preise beginnen bei wenigen Euros für 1.000 Follower. Deutlich schwieriger zu detektieren sind sogenannte „High-Quality Fake"-Accounts oder Engagement Pods: echte Nutzer, die in organisierten Gruppen gegenseitig Posts liken und kommentieren, um Engagementraten künstlich zu erhöhen. Das Kernproblem für Marken: Fake Followers erscheinen in Follower-Zahlen, aber nicht in Konversionen. Eine Kampagne mit einem Influencer, der 50 % Fake Followers hat, erreicht effektiv nur halb so viele echte Menschen wie erwartet – das Budget wurde zur Hälfte verschwendet. Seriöse Analyse-Tools wie HypeAuditor, Modash, Kolsquare oder Upfluence erkennen Fake Followers durch Mustererkennung in Engagementverhalten, Followerwachstumskurven, Profilqualitätsscores und Verhältnis von aktiven zu inaktiven Followern.

Typen von Fake Followers und ihre Erkennungsmerkmale

Detection-Tools und Gegenmaßnahmen

Praxistipp: Machen Sie die Fake-Follower-Prüfung mit HypeAuditor oder Modash zum unverzichtbaren Standard-Schritt im Influencer-Auswahlprozess, bevor ein Budget freigegeben wird. Setzen Sie einen maximalen Schwellenwert von 15 % unauthentischen Followern als Ausschlusskriterium und verankern Sie diesen im Vertrag mit einer prozentualen Rückzahlungsklausel – das reduziert sowohl das Betrugsrisiko als auch den Anreiz zur Manipulation erheblich.