Marketing Glossar

2.413 Fachbegriffe aus 22 Bereichen des Online Marketings

Impressionen (Influencer)

Definition: Impressionen im Influencer Marketing bezeichnen die Gesamtanzahl der Male, die ein Beitrag auf dem Bildschirm eines Nutzers erschienen ist – unabhängig davon, ob dieselbe Person den Inhalt mehrfach gesehen hat. Eine Person, die denselben Post dreimal in ihrem Feed sieht (etwa weil der Algorithmus ihn wiederholt ausspielt), erzeugt dabei drei Impressionen, aber nur eine Reichweiteneinheit. Impressionen sind damit immer höher als die Reichweite und bilden die rechnerische Grundlage für den CPM (Cost per Mille), die wichtigste Vergleichsmetrik zur Effizienzbeurteilung von Influencer-Kampagnen. Für Branding-Kampagnen mit dem Ziel hoher Wiederholungsexposition sind Impressionen die relevantere Messgröße gegenüber der Reichweite.

Erläuterung

Der zentrale Unterschied zwischen Impressionen und Reichweite liegt in der Zähllogik: Reichweite misst einzigartige Personen (unique users), während Impressionen alle Kontaktpunkte – auch Mehrfachkontakte – summieren. Eine hohe Impression-to-Reach-Ratio (z. B. 3:1 oder mehr) zeigt, dass der Algorithmus einen Beitrag aktiv ausspielt und Nutzer ihn wiederholt sehen – ein Qualitätssignal für viralen Content. Plattformen zählen eine Impression unterschiedlich: Instagram gilt ein Post als gesehen, wenn er im Feed erscheint, unabhängig davon ob der Nutzer tatsächlich scrollt; TikTok zählt erst nach dem ersten Frame-Abspielen; YouTube setzt die Sichtbarkeitsschwelle bei 30 Sekunden Wiedergabezeit für eine bezahlte View, während organische Videoimpressionen bereits beim Erscheinen im Feed gezählt werden. Für das Influencer Marketing-Reporting empfiehlt sich die kombinierte Betrachtung von Impressionen, Reichweite und Engagement Rate, um ein vollständiges Bild der Kampagnenleistung zu erhalten.

Impressionen vs. Reichweite: Unterschiede und Anwendung

Messung und Benchmarks je Plattform

CPM-Berechnung und Effizienzvergleich

Praxistipp: Verwenden Sie den CPM nie als einzige Vergleichsmetrik, sondern kombinieren Sie ihn mit der Engagement Rate und der Audience-Qualität. Ein günstiger CPM bei schlechter Zielgruppenpassung liefert keine Kampagnenwirkung. Fordern Sie von Influencern immer Screenshot-Nachweise der tatsächlichen Impressionen aus den nativen Plattform-Insights – nicht nur die angegebene Follower-Zahl als Schätzgrundlage. So stellen Sie sicher, dass Ihre CPM-Berechnungen auf echten Daten basieren und Ihr Budget effizient eingesetzt wird.