Marketing Glossar

2.413 Fachbegriffe aus 22 Bereichen des Online Marketings

Paid Partnership

Definition: Eine Paid Partnership (bezahlte Partnerschaft) ist eine vertragliche, entgeltliche Kooperation zwischen einer Marke und einem Influencer, bei der vereinbarte Content-Deliverables – z. B. Instagram-Posts, Stories, TikTok-Videos oder YouTube-Integrationen – gegen ein festgelegtes Honorar erstellt und veröffentlicht werden. Im Gegensatz zu Influencer Gifting besteht eine rechtlich bindende Verpflichtung zur Lieferung des vereinbarten Contents. Die Kennzeichnungspflicht ist eindeutig: Jeder bezahlte Beitrag muss transparent als Werbung erkennbar sein – entweder über plattformeigene Branded-Content-Tags (Instagram, TikTok, YouTube) oder explizite Kennzeichnungen wie „Werbung" oder „Anzeige" im Text. Paid Partnerships sind die professionellste und rechtlich klarste Form der Influencer-Kooperation.

Erläuterung

Paid Partnerships bilden das Fundament professionellen Influencer-Marketings. Sie schaffen Planungssicherheit für Marken (garantierte Deliverables), faire Vergütung für Influencer (klares Honorar) und rechtliche Klarheit durch eindeutige Kennzeichnung. Instagram hat mit dem Branded Content Tool bereits 2017 eine native Lösung eingeführt, die den „Bezahlte Partnerschaft mit [Marke]"-Hinweis direkt unter dem Post anzeigt und der Marke gleichzeitig Zugriff auf die Post-Insights gewährt. TikTok folgte mit dem Branded Content Toggle und ermöglicht über TikTok Spark Ads das anschließende Boosting des Influencer-Contents als Paid Ad. Die Qualität einer Paid Partnership hängt maßgeblich vom Briefing ab: Zu restriktive Vorgaben gefährden die Authentizität; zu wenig Orientierung führt zu markeninkongruenten Inhalten. Der optimale Mittelweg: maximal drei verbindliche Must-haves, alles andere als kreative Freiheit des Creators.

Branded Content Tools und Kennzeichnung

Honorarmodelle und Vertragsbestandteile

KPIs und Erfolgsmessung

Praxistipp: Das häufigste Fehlermuster bei Paid Partnerships: Marken briefen so eng, dass der Influencer-Content wie eine Werbeanzeige klingt und Follower die Unechheit sofort erkennen – Engagement und Trust kollabieren. Die Lösung: Definieren Sie im Briefing maximal drei Must-haves (Produktname + ein Key Claim + CTA) und lassen Sie alles andere den Creator in seiner eigenen Sprache gestalten. Nutzen Sie die offiziellen Branded Content Features von Instagram und TikTok: Sie ermöglichen nicht nur rechtskonforme Kennzeichnung, sondern auch Content-Boosting via Whitelisting bzw. Spark Ads – ein erheblicher Performance-Hebel für Ihre Kampagne.