Marketing Glossar

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Sponsored Post

Definition: Ein Sponsored Post ist ein Beitrag eines Influencers, der von einem Unternehmen bezahlt oder durch Produkte, Dienstleistungen oder andere Gegenleistungen vergütet wird und eine klare Markenbotschaft enthält. Er muss nach deutschem Recht und den Richtlinien aller großen Plattformen eindeutig als Werbung gekennzeichnet sein – typischerweise mit „Werbung", „Anzeige" oder „Bezahlte Partnerschaft". Sponsored Posts sind das mit Abstand häufigste Kooperationsformat im Influencer Marketing und erscheinen als Feed-Post, Story, Reel, Video oder Podcast-Erwähnung. Die Preise variieren je nach Plattform und Reichweite erheblich: Mikro-Influencer (10.000–100.000 Follower) berechnen für einen Instagram-Post typischerweise 500–3.000 €, Makro-Influencer (500.000+) 5.000–50.000 € und mehr.

Erläuterung

Sponsored Posts unterscheiden sich von organischen Beiträgen durch das zugrunde liegende kommerzielle Verhältnis, wirken aber – bei guter Ausführung – ähnlich authentisch wie der redaktionelle Content des Influencers. Diese Authentizität ist ihr zentraler Vorteil gegenüber klassischer Display-Werbung, die von vielen Nutzern aktiv ignoriert oder geblockt wird. Ein gut ausgeführter Sponsored Post integriert das Produkt glaubwürdig in den bestehenden Content-Stil des Influencers: Ein Fitness-Creator empfiehlt einen Proteinriegel im Kontext seines Workout-Routinen-Videos, statt das Produkt isoliert in einem Werbeblock vorzustellen. Die Performance eines Sponsored Posts wird anhand von Reichweite, Impressionen, Engagement Rate (Likes + Kommentare + Shares ÷ Reichweite × 100), Link-Klicks und – bei Performance-Kampagnen – Conversions gemessen. Plattformspezifisch unterscheiden sich Formate, Preisstrukturen und Kennzeichnungsoptionen deutlich voneinander.

Formate und plattformspezifische Besonderheiten

Preisgestaltung und Performance-Benchmarks

Praxistipp: Geben Sie dem Influencer klare inhaltliche Leitplanken (Key Messages, Dos and Don'ts, Pflicht-Nennung des Produktnamens), aber möglichst viel kreative Freiheit bei der Umsetzung – Posts, die erkennbar dem Stil des Creators entsprechen, erzielen erfahrungsgemäß 30–50 % höhere Engagement Rates als zu eng vorgeschriebene Inhalte. Stellen Sie sicher, dass die Werbekennzeichnung unmissverständlich am Anfang des Beitrags steht, nicht im Hashtag-Block am Ende: Nur eine eindeutige, sofort sichtbare Kennzeichnung erfüllt die gesetzlichen Anforderungen gemäß § 5a UWG.