Marketing Glossar

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Marketing Automation

Definition: Marketing Automation bezeichnet den Einsatz softwaregestützter Workflow-Engines, Event-Trigger-Systeme und KI-Algorithmen, um repetitive Marketingaufgaben zu automatisieren und Kundenkommunikation über E-Mail, SMS, Push-Notifications, Social Media und Web-Personalisierung trigger-basiert, personalisiert und skalierbar auszusteuern. Marketing-Automation-Plattformen verbinden CRM-Daten, Verhaltensdaten aus Web- und App-Analytics, E-Commerce-Transaktionssignale und externe Datenquellen, um automatisierte, kontextsensitive Kommunikationsflüsse zu steuern — ohne manuelle Intervention pro Kontakt. Kernkomponenten: Workflow-Builder (visuelle Drag-and-Drop-Automatisierungslogik), Lead Scoring (automatische Qualifizierung von Interessenten), CRM-Integration (bidirektionale Synchronisation zwischen Marketing-Kontakten und Vertriebspipeline), Multi-Channel-Orchestration (koordinierte Kommunikation über alle Touchpoints) und Analytics/Attribution (Messung von Kampagnen-ROI und Customer Journey). Führende Plattformen: HubSpot Marketing Hub (Cambridge), Marketo Engage/Adobe (San Jose), Salesforce Marketing Cloud (San Francisco), Klaviyo (Boston, E-Commerce-fokussiert), ActiveCampaign (Chicago, SMB-fokussiert), Braze (New York, Mobile-fokussiert).

Erläuterung

Die Anfänge von Marketing Automation lagen in der Automatisierung von E-Mail-Marketing. Responsys (Newark, California, gegründet 1998, 2013 für 1,5 Milliarden USD von Oracle übernommen) und ExactTarget (Indianapolis, gegründet 2000, 2013 für 2,5 Milliarden USD von Salesforce übernommen) adressierten primär Batch-and-Blast-E-Mail-Kampagnen-Automatisierung. Eloqua (Markham, Ontario, gegründet 1999, 2012 für 871 Millionen USD von Oracle übernommen) und Marketo (San Mateo, gegründet 2006 von Phil Fernandez und Jon Miller, 2018 für 4,75 Milliarden USD von Adobe übernommen) schufen die B2B-Marketing-Automation-Kategorie mit Lead-Nurturing, Lead Scoring und CRM-Integration als Kern. HubSpot (Cambridge, Massachusetts, gegründet 2006 von Brian Halligan und Dharmesh Shah, MIT Sloan School of Management; Börsengang NYSE 2014) popularisierte Inbound-Marketing-Automation für Mid-Market durch ein integriertes Stack-Modell: CRM, Marketing, Sales und Service in einer Plattform. Klaviyo (Boston, gegründet 2012 von Andrew Bialecki und Ed Hallen, Börsengang NYSE September 2023) spezialisierte sich auf E-Commerce-Marketing-Automation: Die tiefe Shopify- und WooCommerce-Integration, verhaltensbasierte Flows (Abandoned Cart, Post-Purchase, Winback) und E-Commerce-spezifische Segmentierung (Purchasing Behavior, Product Affinity) machten Klaviyo zum Marktführer bei Online-Händlern. Braze (New York, gegründet 2011 von Bill Magnuson, Jonathan Hyman und Mark Ghermezian, Börsengang NASDAQ 2021) positionierte sich für Mobile-First-Brands mit Stärke in Push-Notifications, In-App-Messaging und Real-Time-Personalisierung. Die KI-Integration in Marketing Automation beschleunigt sich: Send-Time-Optimization (ML-basierte individuelle Versandzeit-Berechnung), AI-Content-Generation (LLM-gestützte E-Mail-Texterstellung direkt in der Plattform), Predictive Segmentation (welche Kontakte werden höchstwahrscheinlich kaufen?) und Churn-Prevention-Alerts sind zunehmend Standard in Enterprise-Plattformen.

Workflow-Typen und Automatisierungsarchitektur

Plattformauswahl und Implementierungs-Best-Practices

Praxistipp: Starten Sie mit den drei Flows, die den schnellsten ROI liefern: Welcome Series, Abandoned Cart und Win-Back — diese drei Workflows decken typischerweise 60–80 % des durch Automation generierbaren Revenue ab, bevor Sie komplexere Journeys aufbauen. Dokumentieren Sie jeden Workflow visuell ausserhalb der Plattform (Figma, Miro, Lucidchart) — bei Plattformmigrationen, Team-Onboarding oder Workflow-Audits ist externe Dokumentation unverzichtbar, da Plattform-interne Darstellungen oft schwer lesbar sind. Überprüfen Sie alle laufenden Automationen quartalsweise auf Aktualität: Workflows mit veralteten Produktpreisen, nicht mehr verfügbaren Angeboten oder veränderten Kundensituationen schädigen aktiv das Markenerlebnis.