Marketing Glossar

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Google Ads

Definition: Google Ads (bis 2018 unter dem Namen Google AdWords bekannt) ist die Online-Werbeplattform von Alphabet/Google und das meistgenutzte digitale Werbesystem der Welt. Gegründet wurde der Dienst im Oktober 2000 von Google als "Google AdWords" in Mountain View, Kalifornien. Unternehmen aller Grössen können über Google Ads bezahlte Anzeigen in der Google-Suche, auf YouTube, im Google Display-Netzwerk (über zwei Millionen Partner-Websites), in Google Shopping, in Gmail und in weiteren Google-Diensten schalten. Das primäre Abrechnungsmodell ist Pay-per-Click (PPC): Werbetreibende zahlen nur, wenn ein Nutzer tatsächlich auf ihre Anzeige klickt. Im Jahr 2023 erwirtschaftete Google mit seinen Werbediensten (Google Advertising) Umsätze von rund 237 Milliarden US-Dollar, was etwa 77 Prozent des Gesamtumsatzes von Alphabet ausmacht. Die minimale Ausgabe bei Google Ads ist flexibel; es gibt kein Mindestbudget, empfohlen werden für Tests jedoch mindestens 10 bis 20 Euro pro Tag.

Erläuterung

Google Ads basiert auf einem Auktionssystem, das bei jeder einzelnen Suchanfrage in Millisekunden abläuft. Wenn ein Nutzer einen Suchbegriff eingibt, findet eine Echtzeit-Auktion statt, bei der alle relevanten Werbetreibenden gegeneinander bieten. Der Gewinner der Auktion wird jedoch nicht allein durch das höchste Gebot bestimmt, sondern durch den sogenannten Ad Rank – eine Kombination aus maximalem CPC-Gebot, Qualitätsfaktor (Quality Score, 1–10) und erwarteter Auswirkung von Anzeigenerweiterungen. Der Qualitätsfaktor bewertet Anzeigenrelevanz, erwartete Klickrate und Zielseiten-Erfahrung. Dieses System bedeutet: Eine Anzeige mit einem hohen Qualitätsfaktor kann eine höhere Position erreichen als eine Anzeige mit höherem Gebot – und zahlt dabei sogar weniger pro Klick.

Google Ads bietet eine Vielzahl von Kampagnentypen, die unterschiedliche Marketingziele und Phasen der Customer Journey abdecken. Suchnetzwerk-Kampagnen sind ideal für Nutzer mit konkreter Kaufabsicht, die aktiv nach Produkten oder Dienstleistungen suchen. Display-Kampagnen sprechen Nutzer mit Bildanzeigen auf Websites, Apps und Google-Diensten an – ideal für Bekanntheitsziele und Remarketing. YouTube-Videokampagnen erreichen Nutzer in verschiedenen Formaten (Skippable In-Stream, Non-Skippable, Bumper Ads). Shopping-Kampagnen zeigen Produktbilder, Preise und Händlernamen direkt in der Suche an und eignen sich exklusiv für E-Commerce-Unternehmen.

Seit 2021 hat Google mit Performance Max (PMax) einen neuen Kampagnentyp eingeführt, der Googles KI nutzt, um Anzeigen automatisch über alle verfügbaren Kanäle – Suche, Display, YouTube, Gmail, Shopping, Discover – hinweg auszuspielen und auf Conversion-Ziele zu optimieren. PMax hat bei vielen Werbetreibenden traditionelle Shopping-Kampagnen ersetzt und bietet weniger manuelle Kontrolle, aber oft bessere Gesamtperformance bei ausreichendem Conversion-Volumen. Google-Werbeumsätze wachsen trotz zunehmender Konkurrenz durch Meta Ads und Amazon Advertising weiterhin, da die Google-Suche mit über 90 Prozent Marktanteil weltweit dominant bleibt.

Kampagnentypen im Überblick

Wichtige Google-Ads-Kennzahlen

Praxistipp: Richten Sie ein präzises Conversion-Tracking – über den Google Ads Tag oder den Google Tag Manager in Verbindung mit GA4 – ein, bevor Sie nennenswerte Budgets einsetzen: Ohne verlässliche Conversion-Daten kann der Google-Algorithmus seine automatischen Gebotsstrategien nicht optimieren und liefert suboptimale Ergebnisse. Nutzen Sie negative Keywords konsequent und pflegen Sie diese Liste laufend, um irrelevante Suchanfragen auszuschliessen und Ihr Budget auf tatsächlich relevante Klicks zu fokussieren. Analysieren Sie regelmässig den Suchbegriffsbericht, um neue relevante Keywords zu entdecken und unpassende Begriffe als Negatives hinzuzufügen.