Marketing Glossar

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App-Attribution

Definition: App-Attribution bezeichnet die Zuordnung von App-Installationen und In-App-Events (Registrierung, Kauf, Level-Abschluss) zu den Marketingkanälen, Kampagnen oder Anzeigen, die diese Aktionen ausgelöst haben. Technisch funktioniert dies über Geräte-Identifikatoren: IDFA (Identifier for Advertisers, iOS) und GAID/AAID (Google Advertising ID, Android) ermöglichen die eindeutige Zuordnung. Spezialisierte Mobile Measurement Partners (MMPs) – AppsFlyer, Adjust, Branch – übernehmen diese Messung als neutrale Instanz und deduplizieren die Attributionsclaims der einzelnen Werbeplattformen. Seit iOS 14.5 und App Tracking Transparency (ATT) ist deterministische Attribution auf iOS stark eingeschränkt; SKAdNetwork (SKAN) ermöglicht aggregierte Attribution ohne User-Identifikation.

Erläuterung

Das zentrale Problem ohne MMP: Jede Werbeplattform (Meta, Google, TikTok) rapportiert ihre eigene Attribution – addiert man alle gemeldeten Installs, erhält man oft 200–300 % der tatsächlichen Installationen (Overcounting durch Mehrfach-Claiming). Ein MMP misst unabhängig und vergibt den Credit exakt einmal. Damit ist App-Attribution die Grundlage jeder ROI-Berechnung im User Acquisition.

Attributionsmethoden

Attributionsmodelle

MMPs im Vergleich

Praxistipp: Integrieren Sie einen MMP (AppsFlyer oder Adjust) von Beginn an in Ihre App – vor dem Start von bezahlten Kampagnen. Definieren Sie 3–5 Key In-App-Events (z. B. Registrierung, erster Kauf, Tag-7-Retention-Marker) und leiten Sie diese an alle relevanten Werbeplattformen weiter. So können Google UAC und Meta App Ads auf echte Conversion-Events statt nur Installs optimieren – das verbessert die UA-Kampagnen-Performance erheblich. Für iOS: Konfigurieren Sie SKAN Conversion Values so, dass Sie die für Ihr Business wichtigsten Early-Value-Signale messen (z. B. Subscription gestartet innerhalb 24h nach Install).