App-Preview-Video
Definition: Ein App-Preview-Video ist ein kurzes Video im App-Store-Listing, das die Kernfunktionen und das Nutzererlebnis einer App visuell demonstriert. Es ist neben dem Icon das wirkungsvollste Element zur Steigerung der Install Conversion Rate (CVR). Im iOS App Store: 15–30 Sekunden, muss echte App-Screen-Aufnahmen enthalten, wird automatisch ohne Ton abgespielt (mit Tap zum Einschalten des Tons); bis zu 3 Preview-Videos pro App (verschiedene Formate: Portrait, Landscape). Im Google Play Store: separates Promo-Video-Feld, auf YouTube gehostet, maximal 2 Minuten, mehr kreative Freiheit (keine Pflicht zu reinen App-Screen-Aufnahmen). A/B-Tests dokumentieren CVR-Steigerungen von 15–35 % durch ein gut produziertes Preview-Video.
Erläuterung
Das Preview-Video konkurriert mit Screenshots um den ersten visuellen Eindruck im Store-Listing. In iOS-Suchergebnissen wird das Video automatisch abgespielt (lautlos) – die ersten 3 Sekunden entscheiden ob der Nutzer stoppt und genauer hinschaut oder weiterschrollt. Die ersten 5 Sekunden müssen den stärksten Use Case oder visuell eindrucksvollsten Moment der App zeigen.
iOS App Preview – Richtlinien
- Technische Anforderungen: Länge: 15–30 Sekunden; Auflösung: 1080×1920 (Portrait iPhone) oder 1920×1080 (Landscape); Codecs: H.264 oder HEVC (H.265); Bitrate: min. 1200 kbit/s; Dateiformat: .mov oder .mp4; Audiospuren erlaubt aber Autoplay ist stumm; Poster Frame: erstes Frame wird als Thumbnail gezeigt wenn kein Autoplay
- Content-Richtlinien: Muss echte App-Funktionen zeigen; keine animierten Lifestyle-Szenen die nicht in der App erscheinen; kein Voice-Over der funktionale Inhalte beschreibt die nicht gezeigt werden; keine Werbebotschaften («Beste App der Welt»); Apple Review prüft Preview-Videos streng; Ablehnung häufig bei übermäßiger Nachbearbeitung
- Autoplay-Optimierung: Stummes Autoplay in Suchergebnislisten: keine Sprache als einzige Informationsquelle; Text-Overlays für Funktionsbeschreibungen (groß genug auf kleinem Bildschirm lesbar); Bewegung und visuelle Klarheit als primäre Kommunikation; erster Frame: App-Screen oder einprägsame visuelle Eröffnung (kein schwarzer Fade-in)
Google Play Promo-Video
- YouTube-Hosting: Video auf YouTube hochladen; YouTube-URL in Play Console eintragen; YouTube-Thumbnail als Play-Listing-Thumbnail; nicht-gelistetes YouTube-Video erlaubt; Länge: empfohlen 30–120 Sekunden; kein Autoplay in Suchergebnissen (nur auf Listing-Seite)
- Kreative Freiheit: Lifestyle-Shots erlaubt; Motion Graphics und Animationen; Voice-Over; Musik-Hintergrund; Story-Telling-Format möglich; im Unterschied zu iOS: App-Store-Regeln weniger restriktiv bei Promo-Videos; mehr Möglichkeiten für emotionales Storytelling
- Lokalisierung: Separate Videos für verschiedene Sprachen/Märkte; Untertitel-Tracks in Play Console hochladen; lokale Schauspieler und Szenarien für bessere Resonanz; im iOS App Store: separate Preview-Videos pro Lokalisierung möglich
Produktion und Best Practices
- Struktur: 0–3 Sek: Stärkster Hook (eindrucksvollste Funktion oder Problem-Szenario); 3–15 Sek: Kern-Features in Aktion (ohne Erklärung, nur zeigen); 15–25 Sek: sekundäre Features oder Social Proof; 25–30 Sek: App-Icon + Titel-Einblendung als Abschluss
- Screen Recording: iOS: App-Screen-Recording via iPhone (Control Center); Android: Android Studio Emulator oder echtes Gerät via Screenrecord; Qualität: 60 fps für flüssige Darstellung; echtes Gerät statt Emulator bevorzugt (realistischere Performance)
- A/B-Testing: Apple Product Page Optimization: verschiedene Preview-Video-Varianten testen; Google Play Store Listing Experiments: bis zu 3 Varianten gleichzeitig; Metrik: CVR (Besucher → Install); Laufzeit: min. 14 Tage für signifikante Ergebnisse; Hypothesen: unterschiedliche Hook-Szene, mit/ohne Text-Overlays, verschiedene Feature-Priorisierung