Marketing Glossar

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App-Retention

Definition: App-Retention bezeichnet den prozentualen Anteil der Nutzer, die eine App nach dem erstmaligen Download nach definierten Zeitspannen weiterhin aktiv nutzen. Gemessen wird sie als Kohorten-Retention: von allen Nutzern die in Woche X installiert haben, welcher Prozentsatz ist nach Day 1, Day 7 und Day 30 noch aktiv (hat die App mindestens einmal geöffnet). Branchenübergreifende Benchmarks (Adjust, AppsFlyer 2023): D1: 25–35 %; D7: 10–18 %; D30: 4–8 % – stark kategorieabhängig. Sociale und Messaging-Apps liegen deutlich höher (D30: 20–30 %); Utility-Apps niedriger (D30: 2–5 %). App-Retention ist die wichtigste Qualitätsmetrik für Apps: sie bestimmt den Customer Lifetime Value (LTV), beeinflusst Store-Rankings und ist Grundlage für jede UA-ROI-Berechnung.

Erläuterung

Retention-Verbesserungen haben überproportional positive Auswirkungen: Eine Steigerung der D30-Retention von 5 % auf 8 % (+60 %) bedeutet nicht einfach 60 % mehr Nutzer nach 30 Tagen – sie bedeutet drastisch höheren LTV, niedrigere effektive UA-Kosten und bessere Store-Rankings. Retention-Optimierung ist oft Return-on-Investment-stärker als mehr UA-Budget.

Retention-Messung

Retention-Optimierung

Retention und LTV

Praxistipp: Messen Sie in Amplitude oder Firebase welche Aktionen während des Onboardings (Day 0) am stärksten mit D7-Retention korrelieren. Das ist Ihr Aha-Moment. Dann messen Sie wie viele Ihrer neuen Nutzer diesen Aha-Moment nicht erreichen – das ist Ihr größtes Optimierungspotenzial. Implementieren Sie eine Push-Notification-Sequenz für die ersten 72 Stunden: nicht als Broadcast sondern verhaltensbasiert (hat Nutzer Feature X noch nicht genutzt? → Push). Vergleichen Sie D7-Retention nach Akquisitionskanal: Wenn Organic-Nutzer 22 % D7-Retention haben und ein UA-Kanal nur 8 %, adjustieren Sie UA-Budget – D7-Retention ist ein besseres Kanal-Qualitätssignal als reiner CPI.