Marketing Glossar

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App Tracking Transparency (ATT)

Definition: App Tracking Transparency (ATT) ist ein von Apple mit iOS 14.5 (April 2021) eingeführtes Datenschutz-Framework, das alle iOS-Apps verpflichtet, eine explizite Nutzerzustimmung einzuholen, bevor sie den IDFA (Identifier for Advertisers) für Cross-App- und Cross-Website-Tracking verwenden dürfen. Ohne Zustimmung erhalten Apps keinen Zugang zur IDFA – Gerätekennzeichnung wird durch einen Null-String ersetzt. ATT zeigt einen standardisierten Apple-Systemdialog mit der Frage «App XY möchte Ihre Aktivität verfolgen» und zwei Optionen: «Tracking erlauben» oder «Nicht erlauben». Opt-in-Raten liegen branchen- und App-abhängig bei 20–40 %. ATT hat die mobile Werbeindustrie fundamental verändert: Attribution-Genauigkeit auf iOS reduziert, Fingerprinting-Verboten eingeführt und SKAdNetwork als privacy-konformen Standard etabliert.

Erläuterung

ATT war der einschneidenste einzelne Eingriff in das mobile Werbe-Ökosystem seit dem Aufstieg programmatischer Werbung. Meta berichtete im Q4 2021 von ~10 Mrd. USD Jahresumsatzverlust durch ATT. Das Framework zwang die gesamte Industrie zur Neuausrichtung: von deterministischer Einzel-Nutzer-Attribution zu aggregierter, privacy-konformer Messung via SKAdNetwork.

Technische Funktionsweise

Opt-in-Rate-Optimierung

Attribution nach ATT

Auswirkungen auf UA-Kampagnen

Praxistipp: Optimieren Sie den ATT-Opt-in-Zeitpunkt und Pre-Permission-Dialog A/B-Testing: Testen Sie «Beim Start» vs. «Nach erstem Kauf/Level/Feature-Nutzung». Selbst 10 Prozentpunkte mehr Opt-in (z. B. von 25 % auf 35 %) verbessern Attribution-Qualität und damit UA-Kampagnen-Effizienz erheblich. Parallel: Bauen Sie First-Party-Data auf durch Login-Anreize (Sync zwischen Geräten, Fortschritt sichern) – diese Daten sind ATT-unabhängig und ermöglichen E-Mail-basierte Custom Audiences bei Meta und Google die trotz ATT funktionieren.