Marketing Glossar

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Geo-Fencing

Definition: Geo-Fencing bezeichnet die Definition eines virtuellen geografischen Bereichs («Zaun») auf einer digitalen Karte, bei dessen Betreten oder Verlassen automatisch Marketing-Aktionen ausgelöst werden. Technisch nutzt Geo-Fencing GPS (präzise, aber batterie-intensiv), WLAN-Triangulation (Innenbereich, mittlere Präzision) oder Mobilfunk-Netz-Triangulation (gröbste Methode, minimaler Akkuverbrauch). Der Fence kann als Kreis (Radius in Metern) oder als Polygon (beliebige Form) definiert werden. Typische ausgelöste Aktionen: Push-Benachrichtigungen der App, Aktivierung von Werbeanzeigen in Ad-Netzwerken, Auslösen von Analytics-Events oder Aufzeichnung für Audience-Building. Anwendungsbereiche: stationärer Einzelhandel (Betreten der eigenen oder Wettbewerberfilialen), Events, Airports, Out-of-Home-Kontexte und Store-Visit-Messung für Online-to-Offline-Attribution.

Erläuterung

Geo-Fencing verbindet digitales Marketing mit physischer Welt: Anzeigen oder Push-Nachrichten werden erst dann ausgespielt wenn der Nutzer tatsächlich in einem relevanten geografischen Kontext ist. Die Herausforderung liegt in der Balance zwischen Präzision (GPS) und Batteriefreundlichkeit – permanentes GPS-Tracking belastet den Akku stark und führt zu niedrigen Opt-in-Raten. Moderne Implementierungen nutzen deshalb gestufte Strategien: grobe Mobilfunk-Erkennung zuerst, GPS nur bei Annäherung.

Technische Umsetzung

Marketing-Anwendungsfälle

Datenschutz und Einschränkungen

Praxistipp: Definieren Sie Geo-Fences nicht zu groß – ein Radius von 100 bis 500 Metern um Ihren Standort ist für die meisten Einzelhandels-Szenarien optimal. Zu große Fences (mehrere Kilometer) erfassen zu viele Nutzer die keinen echten Besuchskontext haben. Wenn Sie Geo-Fencing ohne eigene App nutzen wollen: Plattformen wie GroundTruth, Foursquare und Google Ads bieten standortbasiertes Audience-Targeting auf Basis aggregierter Bewegungsdaten ohne eigene App-Integration. Messen Sie immer die tatsächliche Trigger-Rate (wie viele Nutzer bekommen Push/Ad) und die daraus resultierende Konversionsrate – niedrige Opt-in-Raten für Standort können Geo-Fencing-Strategien in der Praxis stark einschränken.