Marketing Glossar

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Mobile-First-Strategie

Definition: Die Mobile-First-Strategie bezeichnet einen Managementansatz bei dem mobile Kanäle, Geräte und Nutzungssituationen als primäre Bezugspunkte für strategische Entscheidungen in Marketing, Produktentwicklung und Kundenkommunikation gelten. Desktop-Erfahrungen werden als Erweiterung des mobilen Erlebnisses konzipiert – nicht umgekehrt. Ursprung: Konzept von Luke Wroblewski (2009) als Antwort auf das Aufkommen des iPhones. Im Design-Kontext bedeutet Mobile First: das Smartphone-Layout wird zuerst entworfen (Progressive Enhancement zum Desktop). Im Marketing-Kontext: Budgets, Creatives und Kampagnen-Logik werden primär für mobile Konsumption optimiert. Im Produkt-Kontext: der Mobile App als Hauptprodukt, nicht als Feature. Unternehmen wie Airbnb, Uber, Instagram und Zalando sind Mobile-First-Unternehmen – ihr primäres Produkterlebnis findet auf dem Smartphone statt.

Erläuterung

Mobile First ist keine technische Entscheidung allein – es ist eine kulturelle und strategische Priorisierung: wenn ein Team ein neues Feature plant, fragt es zuerst «Wie funktioniert das auf dem Smartphone?» statt «Wie sieht das auf einem 27-Zoll-Monitor aus?». Diese Denkweise verändert Budget-Allokation, Creative-Produktion, Personas und KPI-Definitionen grundlegend.

Mobile-First in Design und Entwicklung

Mobile-First im Marketing

Messen ob Mobile-First funktioniert

Praxistipp: Beginnen Sie jeden Design- oder Kampagnenprozess mit der Frage: «Wie erlebt ein Nutzer das auf seinem Smartphone in 30 Sekunden?» – und optimieren Sie erst danach für größere Bildschirme. Praktischer Start: messen Sie Ihren Mobile-CVR-Gap (Mobile CVR vs. Desktop CVR) und setzen Sie ein Quartalsziel für die Schließung dieses Gaps. Wenn der Gap über 40 % liegt, ist Mobile-First-Optimierung die wirtschaftlich rentabelste Investition die Sie tätigen können – mehr als jede neue Marketing-Kampagne.