Marketing Glossar

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Proximity Marketing (Mobile)

Definition: Mobiles Proximity Marketing bezeichnet alle Marketingmaßnahmen die auf der physischen Nähe eines Nutzers zu einem bestimmten Ort oder Objekt basieren um kontextrelevante, zeitgenaue Botschaften oder Interaktionen auszulösen. Technologische Grundlage: BLE-Beacons (Bluetooth Low Energy, Reichweite 1–70 m), NFC (Near Field Communication, Reichweite 4–5 cm), GPS-Geo-Fencing (ab ca. 100 m Radius), Wi-Fi-Positionierung (20–50 m, innen), Ultrabreitband-UWB (Zentimeter-Genauigkeit, in neueren iPhones). Anwendungskontexte: Einzelhandel (Produkt-Nähe-Trigger, Store-Entry), Messen und Events (personalisiertes Besucher-Erlebnis), Flughäfen (Gate-Informationen), Stadien und Museen (kontextuelle Informationen). Entscheidender Vorteil: die Relevanz der Botschaft steigt dramatisch wenn Zeitpunkt (jetzt), Ort (hier) und Kontext (Produktinteresse) übereinstimmen – höhere Conversion als zeitbasierte Push-Nachrichten. DSGVO: Standortdaten sind sensible personenbezogene Daten; Opt-in des Nutzers für Standortnutzung durch die App verpflichtend.

Erläuterung

Proximity Marketing überwindet die größte Herausforderung des Mobile Marketings: Relevanz im richtigen Moment. Eine Benachrichtigung «20 % auf Kopfhörer» hat deutlich höhere Conversion wenn der Nutzer gerade vor der Kopfhörer-Abteilung steht – nicht wenn er zu Hause auf dem Sofa sitzt. Gleichzeitig ist Proximity Marketing das invasivste Mobile-Marketing-Format: Nutzer müssen Standortzugriff erlauben, Bluetooth aktivieren und das Gefühl haben dass die Überwachung einen Mehrwert bringt. Ohne echten Nutzernutzen führt Proximity Marketing zu Opt-outs und App-Deinstallationen.

Technologien im Vergleich

Anwendungsfälle und Implementierung

DSGVO, Opt-in und Erfolgsmessung

Praxistipp: Starten Sie Proximity Marketing mit einem klar definierten, für den Nutzer wertvollen Use Case – zum Beispiel einer Willkommensnachricht mit exklusivem In-Store-Angebot beim Betreten des Shops. Messen Sie Conversion und Opt-out-Rate genau bevor Sie das System ausbauen. Kommunizieren Sie den Nutzernutzen für Standort-Opt-in explizit vor dem OS-Berechtigungsdialog: «Erhalten Sie personalisierte Angebote in unserem Store» erhöht die Opt-in-Rate um 30–50 % gegenüber dem unkommentierten OS-Dialog. Für Beacons: planen Sie 1 Beacon pro 50–100 m² und testen Sie Signalstärke und Reichweite vor dem Rollout mit echten Geräten.