Marketing Glossar

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Callouts (SEA)

Definition: Callout-Erweiterungen (seit 2023 offiziell „Callout Assets“ oder „Erweiterungen mit Zusatzinformationen“ genannt) sind kurze, nicht klickbare Textsnippets in Google Ads-Suchanzeigen, die unterhalb des Hauptanzeigentextes erscheinen und zusätzliche Vorzüge, Merkmale oder Angebote des Unternehmens kommunizieren. Jeder einzelne Callout-Text darf maximal 25 Zeichen umfassen; Google zeigt bei einer Ausspielung typischerweise zwei bis vier Callouts hintereinander, getrennt durch Punkte. Callout-Erweiterungen wurden von Google AdWords im Jahr 2014 eingeführt und sind heute eines der am häufigsten genutzten Assets in Google Ads-Kampagnen. Im Gegensatz zu Sitelink-Erweiterungen (die klickbar sind und auf spezifische Unterseiten verlinken) oder strukturierten Snippets (die nach vordefinierten Kategorien wie Marken, Dienstleistungen oder Modelle strukturiert sind) sind Callouts vollständig frei formulierbar und rein informationell ohne eigene Klick-Destination. Dennoch verbessern Callouts den Ad Rank der Anzeige, da Google Anzeigen mit vollständigem und relevantem Asset-Set bevorzugt, was zu besseren Anzeigenpositionen bei gleichem oder niedrigerem Gebot führen kann. Google empfiehlt, mindestens acht bis zehn Callouts pro Konto zu hinterlegen, damit der Algorithmus aus einem breiten Set die für die jeweilige Auktion relevantesten auswählen kann. Callouts können auf Konto-, Kampagnen- oder Anzeigengruppen-Ebene eingerichtet werden: Konto-Level-Callouts erscheinen für alle Kampagnen, Kampagnen-Level-Callouts überschreiben oder ergänzen die Konto-Level-Einstellungen, Anzeigengruppen-Level-Callouts ermöglichen die granularste Personalisierung für spezifische Produktkategorien oder Zielgruppen. Wie alle Google-Ads-Assets unterliegen Callouts den Redaktionsrichtlinien: Übertriebene Superlative („Weltbester Service“), nicht belegte Aussagen („Günstigste Preise Deutschlands“), Sonderzeichen als Gestaltungselement und politische oder unangemessene Inhalte werden nicht akzeptiert.

Erläuterung

Die Einführung von Callout-Erweiterungen 2014 schloss eine Lücke im Google-Ads-Asset-System: Vor deren Einführung konnten zusätzliche Informationen über das Unternehmen nur in den beschränkten Anzeigentext selbst integriert werden, was wertvolle Zeichen für den primären Kaufanreiz kostete. Callouts ermöglichen seitdem die externe Kommunikation von USPs (Unique Selling Propositions), ohne Zeichen des Hauptanzeigentextes zu verbrauchen. Aus einer User-Experience-Perspektive helfen Callouts Nutzern, schnell zu beurteilen, ob ein Unternehmen zu ihrer Suchanfrage passt: „Kostenloser Rückversand“ ist für einen E-Commerce-Nutzer oft genauso entscheidend wie der Anzeigentext selbst. Eine Studie von Google aus dem Jahr 2016 zeigte, dass Anzeigen mit aktivierten relevanten Callouts gegenüber identischen Anzeigen ohne Callouts im Median 10–15 % höhere CTRs erzielten – ein direkter Beweis für die Informationswirkung. Im professionellen Google-Ads-Management ist die systematische Entwicklung eines Callout-Portfolios Teil des Asset-Management-Prozesses: Eine Kategorisierung nach rationalen USPs (Preis: „Preisgarantie“, „Mengenrabatte“) und emotionalen/vertrauensbildenden USPs („Seit 1985“, „TÜV-geprüft“, „Familienbetrieb“) sowie funktionalen Eigenschaften („Kostenloser Versand“, „24h-Lieferung“, „30 Tage Rückgabe“) stellt sicher, dass für verschiedene Suchanfragen und Nutzerprofile die relevantesten Callouts ausgespielt werden. Die Einschränkung auf 25 Zeichen ist bewusst: Sie zwingt zur Prägnanz und verhindert, dass Callouts zu Mini-Anzeigen werden, was den Charakter als schnell konsumierbare Zusatzinformation untergräbt.

Callout-Typen und Inhaltskategorien

Unterschied zu anderen Asset-Typen

Praxistipp: Erstellen Sie mindestens 12 Callouts auf Konto-Ebene mit einer Mischung aus rationalen und emotionalen USPs: Fünf bis sechs funktionale Vorteile (Versand, Preis, Service), drei bis vier Qualitätssignale (Zertifizierungen, Erfahrung) und drei bis vier Vertrauenselemente (Kundenzahl, Gründungsjahr, Garantie). Ergänzen Sie auf Kampagnen-Ebene kampagnenspezifische Callouts (z. B. saisonale Angebote, produktspezifische USPs). Prüfen Sie monatlich im Asset-Performance-Bericht, welche Callouts am häufigsten und mit den besten Performance-Werten ausgespielt werden, und ersetzen Sie inaktive Callouts durch neue Varianten.