Marketing Glossar

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Sitelinks (SEA)

Definition: Sitelink-Erweiterungen (seit 2023 in Google Ads offiziell als „Sitelinks" bezeichnet, früher „Sitelink-Erweiterungen") sind zusätzliche klickbare Links, die unter dem Hauptanzeigentext einer Google Ads-Textanzeige erscheinen und Nutzern direkte Verlinkungen zu spezifischen Unterseiten der beworbenen Website bieten. Sie sind eine der ältesten und wirkungsvollsten Anzeigenerweiterungen in Google Ads: 2010 eingeführt, ermöglichen Sitelinks seit 15 Jahren die Vergrößerung der Anzeigenoberfläche und eine verbesserte Relevanz für verschiedene Nutzerintentionen. Jeder Sitelink besteht aus einem klickbaren Titel (bis zu 25 Zeichen) und optional zwei Beschreibungszeilen (je bis zu 35 Zeichen), die zusätzliche Informationen zum verlinkten Seiteninhalt liefern. Pro Anzeige können bis zu 8 Sitelinks konfiguriert werden; Google wählt algorithmisch aus, welche und wie viele davon in einer konkreten Auktion angezeigt werden – typischerweise 2 bis 6 Sitelinks bei mobilen und 4 bis 8 bei Desktop-Anzeigen in Top-Positionen. Sitelinks können auf drei Ebenen hinterlegt werden: Konto-Ebene (gilt für alle Kampagnen), Kampagnen-Ebene (gilt für alle Anzeigengruppen einer Kampagne) und Anzeigengruppen-Ebene (gilt nur für eine spezifische Anzeigengruppe). Spezifischere Ebenen haben dabei Vorrang vor allgemeineren. Klicks auf Sitelinks werden wie Klicks auf die Hauptanzeige abgerechnet – es entstehen keine zusätzlichen Gebühren für die Erweiterung selbst, aber jeder Klick kostet unabhängig davon, ob der Nutzer auf den Hauptlink oder einen Sitelink klickt. Sitelinks beeinflussen den Ad Rank positiv: Google bewertet im Qualitätsfaktor die erwartete Erweiterungsleistung, und Werbetreibende mit relevanten, vollständig ausgefüllten Sitelinks erreichen im Auktionssystem bessere Positionen bei gleichem Gebot. Studien von Google zeigen, dass Sitelinks die CTR von Anzeigen je nach Branche um 10 bis 20 % erhöhen können, insbesondere bei Brand-Suchanfragen, wo die Anzeige häufig prominent in Top-Position erscheint.

Erläuterung

Die Einführung von Sitelink-Erweiterungen 2010 markierte einen Wendepunkt in der Google Ads-Anzeigengestaltung: Erstmals konnten Werbetreibende mit einer einzelnen Anzeige mehrere Nutzersegmente und -intentionen gleichzeitig ansprechen. Ein Nutzer, der nach „BMW Händler München" sucht, sieht möglicherweise Sitelinks zu „Neuwagen", „Gebrauchtwagen", „Probefahrt buchen" und „Service und Reparatur" – vier verschiedene Einstiegspunkte für vier verschiedene Kaufphasen in einer einzigen Anzeigenimpression.

Für Brand-Kampagnen sind Sitelinks besonders wertvoll, da markenbezogene Suchanfragen in der Regel gut positionierte Anzeigen erhalten und die erweiterte Sitelink-Anzeige die gesamte erste Bildschirmhälfte einnehmen kann. Dies verdrängt Wettbewerber-Anzeigen und organische Ergebnisse nach unten, ohne dass dafür höhere Gebote notwendig sind. In Microsoft Advertising (Bing Ads) existiert eine identische Funktionalität unter demselben Begriff; die Zeichenlimits und Auslieferungslogik weichen geringfügig ab. Seit Googles Umstellung auf Assets (früher „Extensions") in der Plattform-UI (2022–2023) werden Sitelinks zusammen mit anderen Asset-Typen im Bereich „Assets" verwaltet, was die Wiederverwendung und das Reporting vereinfacht hat. Wichtig für die Praxis: Google kann Sitelinks automatisch aus dem Website-Content generieren (automatische Assets), wenn keine manuellen Sitelinks konfiguriert sind – diese automatisch generierten Sitelinks sind oft weniger präzise und sollten durch manuell gepflegte ersetzt werden.

Konfiguration und Best Practices

Sitelinks nach Kampagnentyp

Praxistipp: Erstellen Sie mindestens 6–8 Sitelinks pro Kampagne und füllen Sie beide Beschreibungszeilen mit konkreten Vorteilen aus – zum Beispiel „Produkte" mit der Beschreibung „Über 500 Artikel auf Lager, versandkostenfrei ab 50 €". Überprüfen Sie regelmäßig im Asset-Bericht, welche Sitelinks die höchste CTR erzielen, und ersetzen Sie unterdurchschnittliche durch neue Varianten. Vermeiden Sie automatisch generierte Sitelinks von Google, indem Sie alle Slots manuell befüllen – das gibt Ihnen volle Kontrolle über den Inhalt und die Ziel-URLs.