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Link Disavow

Definition: Link Disavow bezeichnet den Prozess, bei dem Website-Betreiber Google über das Disavow-Links-Tool in der Search Console mitteilen, welche eingehenden Backlinks bei der Bewertung der eigenen Website nicht berücksichtigt werden sollen. Das Tool ist als letztes Mittel zur Bereinigung des Backlink-Profils nach nachgewiesenem Spam-Linkaufbau oder nach einer manuellen Abstrafung gedacht – nicht als prophylaktische Massnahme.

Erläuterung

Das Disavow-Tool wurde 2012 von Google eingeführt, um Website-Betreibern eine Möglichkeit zu geben, sich von unnatürlichen Links zu distanzieren – insbesondere nach den Penguin-Updates, die massiven Spam-Linkaufbau bestraften. Mit Penguin 4.0 (2016) begann Google, die meisten schlechten Links algorithmisch zu ignorieren statt sie zu bestrafen, was den Bedarf am Disavow-Tool erheblich reduziert hat. Googles offizielle Empfehlung: Nur verwenden, wenn eine manuelle Abstrafung vorliegt oder wenn man nachweislich selbst schlechte Links aufgebaut hat.

Wann Link Disavow sinnvoll ist

Disavow-Datei: Format und Erstellung

Korrekter Ablauf eines Disavow-Prozesses

  1. Backlink-Audit durchführen: Alle eingehenden Links aus Search Console und Ahrefs/Semrush exportieren
  2. Toxische Links identifizieren und manuell prüfen – Tool-Scores allein reichen nicht
  3. Webmaster der schädlichen Domains kontaktieren und Entfernung dokumentieren
  4. Nur nicht entfernbare, nachweislich schädliche Links in die Disavow-Datei aufnehmen
  5. Datei über Search Console → Disavow-Links hochladen
  6. Verarbeitung abwarten (kann Wochen bis Monate dauern)

Häufige Fehler beim Disavowen

Praxistipp: Das Disavow-Tool ist das letzte Mittel, nicht das erste. Prüfen Sie zunächst, ob Sie überhaupt eine manuelle Abstrafung in der Search Console haben – ohne diese ist Disavowen in den meisten Fällen unnötig. Wenn Sie disavowen müssen: Seien Sie konservativ. Nutzen Sie domain:-Einträge nur für eindeutige Spam-Domains und dokumentieren Sie Ihre Entscheidungen in der Disavow-Datei als Kommentare. Im Zweifelsfall lieber eine spezifische URL disavowen als die gesamte Domain.