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LinkedIn InMail

Definition: LinkedIn InMail ist ein Messaging-System, das es LinkedIn-Nutzern ermöglicht, Direktnachrichten an andere Mitglieder zu senden, mit denen sie nicht direkt verbunden sind (also nicht in ihrem 1st-Degree-Netzwerk). InMail existiert in zwei grundlegend verschiedenen Varianten: als organisches Premium-Feature für individuelle Nutzer mit einem monatlichen Credits-Kontingent, und als “Sponsored Message Ads” (früher Sponsored InMail) über den LinkedIn Campaign Manager, das eine skalierbare, bezahlte Direktansprache definierter Zielgruppen ermöglicht. Die organische InMail-Funktion ist ausschließlich für LinkedIn-Premium-Mitglieder verfügbar und wird in monatlichen Credit-Kontingenten bemessen, die sich nach dem gebuchten Abo-Level richten: Career-Abonnenten erhalten 5 Credits, Business-Abonnenten 15 und Executive-Abonnenten bis zu 25 Credits pro Monat. Nicht genutzte Credits können in einem begrenzten Rahmen auf den Folgemonat übertragen werden. Im Sales- und Recruiting-Kontext ist InMail das wichtigste Outreach-Instrument auf LinkedIn, weil es ohne vorherige Vernetzung eine direkte, professionell wahrgenommene Kommunikation ermöglicht, die weniger aufdringlich wirkt als Kalt-E-Mails oder Telefonakquise. Sponsored Message Ads hingegen sind ein Werbformat im LinkedIn Campaign Manager, das Werbebotschaften direkt ins LinkedIn-Postfach einer definierten Zielgruppe sendet – skalierbar von wenigen hundert bis zu Millionen von Empfängern, abhängig vom Targeting und Budget. Die Öffnungsraten von Sponsored InMail liegen mit 50–65% deutlich über vergleichbaren E-Mail-Kampagnen, was das Format besonders attraktiv für B2B-Kampagnen macht, bei denen eine direkte, persönliche Ansprache entscheidend ist.

Erläuterung

Der Unterschied zwischen organischer InMail und Sponsored Message Ads ist nicht nur technischer, sondern auch strategischer Natur. Organische InMails eignen sich für hochpersonalisierte Einzelansprachen im Sales- oder Recruiting-Prozess: Ein Vertriebsmitarbeiter, der einen potenziellen Entscheider in einem Zielunternehmen anschreibt, ein Recruiter, der eine qualifizierte Kandidatin direkt kontaktiert, oder ein Berater, der einen relevanten Branchenkontakt aufbaut. Der Erfolg dieser Nachrichten hängt stark von der Qualität der Personalisierung und der wahrgenommenen Relevanz ab. Generische Massen-Outreach-Nachrichten, die offensichtlich auf viele Empfänger kopiert wurden, erhalten in der Regel keine Antwort und schädigen die Reputation des Absenders.

Sponsored Message Ads sind dagegen für skalierbare Kampagnen konzipiert. Sie erscheinen im LinkedIn-Postfach als gesponserte Nachrichten und sind als solche klar gekennzeichnet. LinkedIn stellt sicher, dass ein Nutzer nicht mehr als eine Sponsored InMail pro 30-Tage-Fenster von demselben Werbekonto empfängt, was einer gewissen Spam-Prävention dient und gleichzeitig die Häufigkeit der Ansprache limitiert. Für Werbetreibende bedeutet das, dass die Zielgruppe regelmäßig neu definiert oder ausgeweitet werden muss, um Kampagnen nachhaltig zu betreiben. Conversation Ads sind die Weiterentwicklung des klassischen InMail-Ad-Formats: Sie bieten dem Empfänger mehrere Antwort-Buttons, was einen interaktiven Dialog ermöglicht und die Qualifizierung von Leads direkt in der Nachrichtenoberfläche erlaubt.

Organische InMail: Best Practices

Sponsored Message Ads: Einsatz und Optimierung

Praxistipp: Schreiben Sie Sponsored InMails wie ein echter Mensch – beginnen Sie mit einem persönlichen, relevanten Einstieg (“Als [Jobtitel] kennen Sie sicher die Herausforderung, dass...”), kommunizieren Sie in einem einzigen klaren Satz, was der Empfänger gewinnt, und enden Sie mit einem einzigen, einfachen CTA. InMails, die wie Marketing-Broschüren klingen, werden ignoriert; solche, die wie eine hilfreiche, persönliche Empfehlung klingen, erhalten Antworten. Testen Sie zwei Varianten (A/B-Test) mit unterschiedlichen Betreffzeilen und messen Sie Öffnungs- und Klickraten nach 1.000 Aussendungen, bevor Sie auf die siegreiche Variante skalieren.