Marketing Glossar

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Pinterest Ads

Definition: Pinterest Ads – offiziell als Promoted Pins bezeichnet – sind bezahlte Werbeanzeigen auf der visuellen Suchmaschine Pinterest. Sie sehen wie organische Pins aus, sind jedoch mit dem Hinweis „Gesponsert“ gekennzeichnet und werden algorithmisch in Suchergebnissen, im Home Feed und in verwandten Pin-Empfehlungen ausgespielt. Im Unterschied zu Werbeanzeigen auf anderen Social-Media-Plattformen profitieren Pinterest Ads von einer einzigartigen Nutzerpsychologie: Pinterest-Nutzer sind aktiv auf der Suche nach Inspiration und Ideen für bevorstehende Kaufentscheidungen. Studien zeigen, dass rund 89 % aller Pinterest-Nutzer die Plattform gezielt für Kaufrecherchen nutzen – eine Kaufabsichtsrate, die deutlich über jener anderer Social-Media-Kanäle liegt. Pinterest Ads eignen sich besonders für E-Commerce-Marken in den Bereichen Mode, Wohnen & Interior, Beauty, Lebensmittel & Rezepte, DIY und Reise. Die Anzeigen können auf Basis von Keywords, Interessen, demografischen Merkmalen sowie Custom und Actalike Audiences (Lookalikes) gezielt ausgesteuert werden. Das Werbesystem basiert auf dem Auktionsprinzip, wobei Advertiser für Klicks, Impressionen oder Conversions bieten. Promoted Pins bleiben nach Ablauf der Kampagne als organische Pins aktiv und können weiterhin organische Reichweite generieren – ein einzigartiger Langzeitvorteil gegenüber anderen Anzeigenformaten. Die Durchschnitts-CPCs auf Pinterest liegen häufig niedriger als auf Meta, was die Plattform besonders für visuell ausgerichtete Brands mit begrenztem Budget attraktiv macht. Die Verwaltung der Kampagnen erfolgt über den Pinterest Ads Manager, der umfangreiche Analyse- und Optimierungsmöglichkeiten bietet.

Erläuterung

Pinterest Ads ermöglichen Unternehmen, Nutzer genau in dem Moment anzusprechen, in dem sie aktiv nach Lösungen, Produkten oder Inspiration suchen. Dieser intentionale Such-Kontext unterscheidet Pinterest fundamental von sozialen Netzwerken wie Instagram oder Facebook, auf denen Nutzer primär zur Unterhaltung unterwegs sind. Die Werbewirkung auf Pinterest ist daher weniger Störwerbung als vielmehr relevante Ergänzung zur Nutzerreise. Pinterest-Kampagnen lassen sich nach verschiedenen Zielen ausrichten: Markenbekanntheit (Awareness), Traffic auf die eigene Website, Videoaufrufe, App-Installationen oder direkte Conversions und Katalogverkäufe. Die Wahl des Kampagnenziels beeinflusst sowohl die Optimierungsstrategie des Algorithmus als auch die Abrechnung. Shopping-Kampagnen profitieren von der direkten Integration des Produktkatalogs: Durch das Hochladen eines Produkt-Feeds werden Artikel automatisch als Shopping Ads ausgespielt, ohne dass jeder Pin manuell erstellt werden muss. Der Pinterest Tag – ein JavaScript-Tracking-Pixel – ermöglicht die Messung von Conversions und den Aufbau von Retargeting-Zielgruppen auf Basis von Website-Aktivität.

Anzeigenformate im Überblick

Targeting-Optionen und Zielgruppensteuerung

Praxistipp: Synchronisieren Sie Ihren Produktkatalog mit Pinterest und aktivieren Sie Shopping Ads – so werden Produkte basierend auf relevanten Suchanfragen automatisch ausgespielt, ohne manuellen Aufwand. Besonders hohe Konversionsraten erzielen Retargeting-Kampagnen an Nutzer, die Pins gespeichert (gesaved), aber noch nicht gekauft haben: Das Speichern eines Pins ist ein starkes Kaufabsichtssignal. Kombinieren Sie Keyword- und Interessen-Targeting für die besten Ergebnisse und nutzen Sie vertikale Bildformate (1000×1500 px), da diese mehr Platz im Feed einnehmen und höhere Klickraten erzielen.