Marketing Glossar

2.413 Fachbegriffe aus 22 Bereichen des Online Marketings

Cookies (technisch)

Definition: Ein Cookie ist ein kleines Datenstück (Name-Wert-Paar), das ein Webserver über den HTTP-Response-Header Set-Cookie im Browser des Nutzers speichert. Bei jeder nachfolgenden Anfrage an dieselbe Domain sendet der Browser das Cookie automatisch im Cookie-Request-Header mit. Da HTTP ein zustandsloses Protokoll ist, sind Cookies die primäre Mechanismus zur Zustandsspeicherung im Web: Sie ermöglichen Login-Sessions, Warenkorb-Persistenz, Nutzeranmeldungen, Tracking und Personalisierung. Im Marketing-Kontext sind besonders First-Party vs. Third-Party Cookies und die wachsenden Browser-Beschränkungen relevant.

Erläuterung

Cookies sind technisch unspektakulär – ein einfacher Key-Value-String – aber ihre Marketing-Relevanz ist enorm: Fast jede Analytics- und Tracking-Implementierung nutzt Cookies zur Nutzer-Identifikation. Die schrittweise Beschränkung von Third-Party-Cookies durch Browser (Safari ITP seit 2017, Firefox ETP, Chrome CHIPS/Privacy Sandbox) verändert das Tracking-Ökosystem fundamental.

Cookie-Attribute

First-Party vs. Third-Party Cookies

Browser-Beschränkungen und Marketing-Impact

DSGVO und Einwilligungspflicht

Praxistipp: Prüfen Sie mit den Browser DevTools (Application-Tab → Cookies) welche Cookies Ihre Website setzt: Haben alle Security-Cookies (Session, Auth) die Attribute HttpOnly, Secure und SameSite=Strict oder Lax? Werden Tracking-Cookies erst nach Consent-Bestätigung gesetzt? Sind Ihre First-Party-Analytics-Cookies via Server-Side Tagging gesetzt (bessere ITP-Resistenz)? Diese drei Prüfpunkte decken die häufigsten Cookie-Implementierungsfehler ab: fehlende Security-Attribute, Tracking-Cookies vor Consent-Bestätigung und Analytics-Cookies die unter Safari ITP auf 7 Tage begrenzt werden obwohl Server-Side-Setzung möglich wäre.