DNS (Domain Name System)
Definition
Das DNS (Domain Name System) ist das "Telefonbuch des Internets" – es übersetzt menschenlesbare Domainnamen wie www.beispiel.de in maschinenlesbare IP-Adressen. Ohne DNS müsste man Websites über numerische IP-Adressen aufrufen. Das DNS ist ein verteiltes, hierarchisches System aus weltweit verteilten Nameservern.
Erläuterung
Eine DNS-Abfrage durchläuft mehrere Stufen: Zuerst wird der lokale Cache des Betriebssystems geprüft, dann der lokale DNS-Resolver des Internetanbieters, anschließend werden Root-Nameserver, TLD-Nameserver und schliesslich der autoritativer Nameserver der Domain abgefragt. Häufig verwendete DNS-Record-Typen sind: A (IPv4-Adresse), AAAA (IPv6-Adresse), CNAME (Alias für einen anderen Hostnamen), MX (Mail-Server), TXT (Text-Informationen, z. B. SPF für E-Mail-Authentifizierung) und NS (Nameserver). DNS-TTL (Time to Live) bestimmt, wie lange ein DNS-Eintrag gecacht wird – niedrige TTL-Werte erleichtern schnelle Umzuege, höhere Werte reduzieren die DNS-Last. DNSSEC (DNS Security Extensions) schützt vor DNS-Spoofing-Angriffen durch kryptografische Signaturen. Für Online-Marketing ist DNS-Propagation relevant: nach einer DNS-Änderung kann es bis zu 48 Stunden dauern, bis alle Resolver den neuen Eintrag haben.