Marketing Glossar

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CTA in Video

Definition: Ein CTA (Call-to-Action, zu Deutsch: Handlungsaufforderung) in Video bezeichnet eine direkte, klar formulierte Aufforderung an den Zuschauer, eine konkrete und messbare Folgeaktion durchzuführen, die über das passive Konsumieren des Videos hinausgeht. Diese Folgeaktion kann vielfältig sein: der Besuch einer Landingpage oder Website, der Kauf eines Produkts, die Anmeldung zu einem Newsletter oder einer Veranstaltung, das Herunterladen eines Lead-Magneten, das Abonnieren eines Kanals, das Teilen des Videos, die Kontaktaufnahme mit dem Unternehmen oder das Anfordern eines Angebots. Video-CTAs können in drei grundlegenden Formen in ein Video integriert werden: verbal (der Sprecher oder Moderator formuliert die Handlungsaufforderung mündlich), visuell (ein Text-Overlay, animierter Button oder eine grafische Einblendung erscheint im Videobild) oder interaktiv (ein klickbares Element innerhalb des Videos öffnet direkt eine URL oder führt zu einer anderen Aktion). Die Kombination aller drei Formen – verbaler, visueller und interaktiver CTA zum gleichen Zeitpunkt – erzielt in der Regel die höchsten Klickraten. Der CTA ist das entscheidende Verbindungsstück zwischen dem inhaltlichen Mehrwert, den das Video liefert, und dem geschäftlichen Ziel, das hinter der Videostrategie steht.

Erläuterung

Die Psychologie hinter effektiven Video-CTAs folgt einem klaren Prinzip: Zuschauer sind nach dem Konsum eines wertvollen oder unterhaltsamen Videos in einem empfänglichen Zustand für eine Handlungsaufforderung. Das Video hat Vertrauen aufgebaut, eine Problemlösung gezeigt oder emotionale Resonanz erzeugt – der CTA nutzt diesen Momentum-Moment, um die Energie des Zuschauers in eine konkrete Richtung zu lenken. Je besser der CTA in den inhaltlichen Kontext des Videos eingebettet ist und je klarer er den unmittelbaren Nutzen der Folgeaktion kommuniziert, desto höher ist die Konversionsbereitschaft des Zuschauers.

Auf YouTube stehen verschiedene technische CTA-Möglichkeiten zur Verfügung: Endkarten erscheinen in den letzten 20 Sekunden des Videos und können auf bis zu vier Elemente verweisen – andere Videos, Playlists, externe Links oder Abonnement-Buttons. Info-Karten (das kleine "i"-Symbol) können zu einem beliebigen Zeitpunkt im Video eingeblendet werden und verweisen auf andere Inhalte oder externe URLs. Für bezahlte YouTube-Anzeigen (TrueView In-Stream Ads) ist ein CTA-Overlay-Button direkt in die Anzeige integrierbar, der als klickbarer Button erscheint und Nutzer direkt zur Landingpage führt. Auf anderen Plattformen wie Instagram, TikTok oder LinkedIn sind die CTA-Möglichkeiten plattformspezifisch: Instagram bietet Swipe-Up in Stories (ab bestimmter Follower-Anzahl), Link-Sticker und Lead-Formulare; TikTok unterstützt in Werbeformaten direkte CTA-Buttons.

Arten von Video-CTAs und ihre Platzierung

Optimierungsstrategien für Video-CTAs

Praxistipp: Kombinieren Sie immer einen verbalen CTA (gesprochen vom Moderator oder Sprecher) mit einem gleichzeitigen visuellen Text-Overlay, da die Kombination aus gehörter und gelesener Handlungsaufforderung die Klickrate gegenüber rein visuellen CTAs signifikant steigert. Formulieren Sie jeden CTA nach dem Schema: Aktion + konkreter Nutzen + gegebenenfalls Dringlichkeit – also zum Beispiel "Melde dich jetzt kostenlos an und erhalte die Vorlage sofort". Analysieren Sie die Klickraten Ihrer Endkarten und Info-Karten regelmäßig im YouTube Studio und optimieren Sie Formulierung und Zeitpunkt auf Basis der Daten.