Marketing Glossar

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Outstream-Video

Definition: Outstream-Video bezeichnet Videoanzeigen, die ausserhalb eines bestehenden Video-Players in nicht-videobasierten Content-Umgebungen erscheinen und abgespielt werden. Im Gegensatz zu In-Stream Ads, die innerhalb eines Video-Players vor, während oder nach einem Hauptvideo laufen, benötigen Outstream-Anzeigen keinen Video-Player-Kontext: Sie tauchen zwischen Textabsätzen von Online-Artikeln, in nativen Content-Netzwerken, in Social-Media-Feeds oder als vollflächige Interstitials auf und spielen automatisch stumm ab, sobald sie in den sichtbaren Bereich des Nutzers gescrollt werden. Wenn die Anzeige den Viewport verlässt, pausiert oder beendet sie die Wiedergabe. Diese Viewability-basierte Logik ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal: Nur Impressionen, bei denen das Video tatsächlich sichtbar ist, werden gezählt und abgerechnet. Outstream-Video erweitert die Möglichkeiten des Video-Advertisings erheblich, da Werbetreibende nun Videoformaten auf Publisher-Websites, Nachrichtenportalen und Content-Plattformen schalten können, die über keine eigenen Video-Inhalte verfügen und damit kein In-Stream-Inventory anbieten könnten. Das Format ist weniger invasiv als In-Stream, da es keinen laufenden Videokonsum unterbricht, wird aber durch präzises Viewability-Tracking effizienter abgerechnet als klassische Display-Werbung.

Erläuterung

Das Outstream-Format entstand als Antwort auf ein strukturelles Problem im Video-Advertising: In-Stream-Inventory auf Premium-Publishern ist begrenzt, da nur Websites mit eigenem Video-Content In-Stream-Anzeigen anbieten können. Outstream löst diesen Engpass, indem es Videowerbung von der Abhängigkeit eines bestehenden Video-Players entkoppelt. Damit können Werbetreibende ihr Videobudget auf ein wesentlich breiteres Publisher-Netzwerk ausweiten, ohne auf die wenigen großen Videoplattformen beschränkt zu bleiben.

Technisch funktioniert Outstream-Video durch einen autonomen, lightweight Video-Player, der vom Ad-Server in die Seite geladen wird und das Video in einem definierten Container abspielt. Die Viewability-Messung erfolgt nach den MRC-Standards (Media Rating Council): Ein Video gilt als sichtbar, wenn mindestens 50 Prozent der Fläche für mindestens zwei aufeinanderfolgende Sekunden im aktiven Viewport sichtbar sind. Diese klare Metriklage macht Outstream-Video zu einem messbaren, vergleichbaren Instrument für Markenreichweite-Kampagnen.

Für Werbetreibende bietet Outstream-Video den Vorteil, Videoinhalte in einem qualitativ hochwertigen redaktionellen Umfeld zu platzieren, ohne auf die Inhalte von YouTube-Creators angewiesen zu sein. Premium-Nachrichtenmagazine, Fachportale und spezialisierte Content-Plattformen bieten Outstream-Inventory an, das für spezifische B2B- oder B2C-Zielgruppen hochrelevant sein kann. Die Kombination aus qualitativem Umfeld und viewability-basierter Abrechnung macht Outstream zu einer attraktiven Ergänzung zu YouTube-Kampagnen.

Outstream-Formate im Überblick

Unterschiede und Abgrenzung zu In-Stream

Praxistipp: Gestalten Sie Outstream-Videos so, dass sie vollständig ohne Ton funktionieren, da die automatische Stummwiedergabe das Format-Standard ist: Setzen Sie Untertitel, eingeblendeten Text und starke visuelle Elemente ein, damit die Kernbotschaft auch ohne Ton transportiert wird. Nutzen Sie Outstream-Video-Kampagnen, um Ihre Markenbekanntheit auf Premium-Publisher-Websites und Fachportalen zu erhöhen, die kein In-Stream-Inventory anbieten können: Die Kombination aus qualitativem redaktionellem Umfeld und viewability-basierter Abrechnung bietet eine kosteneffiziente Ergänzung zu YouTube-Kampagnen, besonders für Zielgruppen, die wenig Zeit auf großen Videoplattformen verbringen.