Marketing Glossar

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Subdomain-Tracking

Definition: Subdomain-Tracking bezeichnet die konfigurierte und technisch korrekte Erfassung von Nutzersitzungen über mehrere Subdomains einer gemeinsamen Root-Domain hinweg, ohne dass beim Wechsel zwischen diesen Subdomains ein Sitzungsbruch oder fälschlicher Referral-Traffic entsteht. Ein Nutzer, der von „www.beispiel.de" zu „shop.beispiel.de" oder „blog.beispiel.de" navigiert, soll analytisch als Teil derselben zusammenhängenden Sitzung erfasst werden, weil er sich technisch und inhaltlich innerhalb desselben Web-Auftritts bewegt. Ohne korrekt konfiguriertes Subdomain-Tracking würde GA4 beim Wechsel zwischen Subdomains eine neue Sitzung beginnen und die Herkunft als Referral von der jeweils anderen Subdomain klassifizieren – was zu stark verzerrten Kanal-Daten führt, da plötzlich interne Subdomain-Übergänge als bedeutende Referral-Traffic-Quelle erscheinen. Dieses Problem ist besonders relevant für Unternehmen, die verschiedene Bereiche ihres Online-Auftritts auf Subdomains betreiben: ein separater Shop unter „shop.", ein Blog unter „blog.", ein Kundenbereich unter „my." oder ein Support-Portal unter „help.". Sobald Nutzer zwischen diesen Bereichen wechseln, müssen die Tracking-Systeme diesen Übergang als interne Navigation und nicht als neuen externen Besuch behandeln. In GA4 ist die Ausgangssituation günstiger als in Universal Analytics: GA4-Cookies werden standardmäßig auf der Root-Domain gesetzt und gelten damit für alle Subdomains. Dennoch gibt es Szenarien, in denen manuelle Konfigurationen notwendig sind, insbesondere wenn verschiedene Subdomains unterschiedliche Analytics-Properties verwenden oder wenn das Tracking-Skript unterschiedlich geladen wird.

Erläuterung

In Google Analytics 4 setzt das Standard-gtag.js-Tracking den First-Party-Cookie „_ga" mit der Cookie-Domain auf der Root-Domain (z. B. „.beispiel.de"), wobei der führende Punkt bewirkt, dass der Cookie für alle Subdomains gilt. Solange alle Subdomains dieselbe GA4-Property und denselben Measurement-ID verwenden, funktioniert das Subdomain-Tracking in den meisten Fällen automatisch korrekt. Der Nutzer wird über seine Client-ID erkannt, die im Root-Domain-Cookie gespeichert ist, und bleibt so über Subdomains hinweg als identische Person erkennbar.

Komplizierter wird die Situation, wenn unterschiedliche Subdomains separate GA4-Properties nutzen – beispielsweise weil der Blog inhaltlich von einer anderen Abteilung verantwortet wird oder weil der Shop auf einer anderen technischen Plattform läuft und eine eigene Property hat. In diesem Fall erscheint der Wechsel zwischen Subdomains als Referral-Traffic, sofern nicht entsprechende Konfigurationen vorgenommen werden. Die Lösung ist entweder die Zusammenführung unter einer einzigen Property oder die Eintragung der gegenseitigen Domains als Referral Exclusion in den Property-Einstellungen.

Bei der Implementierung über den Google Tag Manager ist darauf zu achten, dass in der GA4-Konfiguration die Cookie-Domain-Einstellung korrekt gesetzt ist und nicht versehentlich auf eine spezifische Subdomain begrenzt wird. Ein häufiger Fehler ist die explizite Angabe von „www.beispiel.de" als Cookie-Domain statt „auto" oder „beispiel.de", was dazu führt, dass der Cookie nur für genau diese eine Subdomain gilt.

Technische Konfigurationsschritte

Häufige Fehler und ihre Auswirkungen

Praxistipp: Prüfen Sie in den GA4-Acquisition-Berichten regelmäßig, ob Ihre eigenen Subdomains in der Referral-Quellen-Liste auftauchen. Ist das der Fall, liegen fehlerhafte Subdomain-Tracking-Einstellungen vor. Tragen Sie alle eigenen Subdomains in die Referral Exclusion List der GA4-Property ein und stellen Sie sicher, dass der GA4-Cookie mit „cookie_domain: auto" konfiguriert ist. Führen Sie nach der Konfiguration einen manuellen Test durch, indem Sie zwischen den Subdomains navigieren und in GA4 DebugView prüfen, ob die Sitzungs-ID über den Domainwechsel hinweg konstant bleibt.